Alle gefährlichen Bahnübergänge in Baselland sind saniert

Noch vor einigen Jahren wurden 35 Bahnübergänge in Baselland als gefährlich eingestuft. In den vergangenen sechs Jahren wurden davon zehn ganz geschlossen, der Rest wurde saniert. In Hölstein wurde am Mittwoch der letzte Übergang der Waldenburgerbahn mit Schranken versehen und in Betrieb genommen.

Simone Wisler und Daniel Schoop packen eine Bahnschranke aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Simone Wisler, Hölsteiner Gemeinderätin, und Daniel Schoop vom Tiefbauamt BL packen die neuen Schranken au. SRF, Claudia Kenan

Noch im Jahre 2003 stieg die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen im Kanton Baselland von 17 auf 29 sprunghaft an. Zwei der Unfälle endeten tödlich. Im Jahr darauf starben drei Menschen bei Tram- und Bahnunfällen.

Wegen der steigenden Zahl der Unfälle an Bahnübergängen setzte die Bau- und Umweltschutzdirektion damals eine Arbeitsgruppe ein. Diese untersuchte sämtliche Bahnübergänge im Kanton und stufte insgesamt 35 als gefährlich ein. Die meisten davon, nämlich 20, betrafen Übergänge entlang der Waldenburgerbahn. Die restlichen 15 waren Übergänge entlang der Tramlinien der Baselland Transport AG (BLT).

Letzter Bahnübergang ist nun gesichert

Darauf hat der Landrat 2006 für die Sanierung und Sicherung der Übergänge insgesamt 20 Millionen Franken bewilligt. Seit dem Start der Sanierungsarbeiten vor sechs Jahren wurden zehn Bahnübergänge ganz geschlossen, 25 wurden mit Schranken versehen.

Am Mittwoch wurde die letzte Schrankenanlage am Steinenweg in Hölstein in Betrieb genommen. Damit gilt das kantonale Massnahmenpaket «Sanierung Bahnübergänge» als abgeschlossen.