Allschwilerweiher: Kanton zeigt Besetzer an

Gegen die Besetzer der leerstehenden Gebäude des ehemaligen Schiessplatzes Allschwilerweiher hat die Eigentümerin Immobilien Basel-Stadt Strafantrag gestellt, wie ein Polizeisprecher am Samstag auf Anfrage sagte. Die Lage sei derzeit völlig ruhig.

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Bildlegende: «Hier und heute besetzen wir mal wieder»: Rund zwei Dutzend Personen halten seit Freitag den Schiessplatz Allschwiler... SRF

Besetzer melden sich im Internet anonym zu Wort. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Besetzer melden sich im Internet anonym zu Wort. Screenshot

Die Eigentümerin des Geländes, Immobilien Basel-Stadt, habe Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs eingericht, sagte Sprecher Meinrad Stöcklin von der Polizei Basel-Landschaft. «Die Besetzer wurden vor Ort mündlich davon in Kenntnis gesetzt, dass sie sich illegal aufhalten und das Gelände so bald als möglich verlassen sollten.»

Der historische Schiessplatz war am Freitag von mehreren Dutzend Personen besetzt worden. «Hier und heute besetzen wir mal wieder», schreiben die Besetzer in einem Text, den sie anonym im Internet veröffentlicht haben.

Die Besetzer wollen nach eigenen Angaben die Bauten der «Spekulation» entziehen und nach ihren Vorstellungen beleben.

Park und Wohnungen geplant

Der Ex-Schiessplatz auf stadtnahem Baselbieter Boden gehört dem Kanton Basel-Stadt. Immobilien Basel-Stadt plant darauf eine Wohnüberbauung und einen Naturpark, wie Geschäftsleiter Andreas Kressler gegenüber dem «Regionaljournal Basel» am Samstag ausführte.

Kressler zum Vorwurf der Spekulation: «Wenn man aus einem ehemaligen Schiessplatz auf einem Teil einen Naturpark macht, welcher der Bevölkerung zur Verfügung steht, und auf einem anderen Teil Wohnungen für Menschen zur Verfügung stellt, alles demokratisch legitimiert durch Gemeindebehörden, dann ist der Vorwurf der Spekulation haltlos.»