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Legende: Audio Menschen, die am Ende ihrer beruflichen Laufbahn arbeitslos werden, haben häufig Mühe, eine neue Stelle zu finden. abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 12.09.2019.
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Altersarmut Arbeitslose über 50 sollen eine Überbrückungsrente erhalten

Der Baselbieter Landrat hat einen entsprechenden SP-Vorstoss an die Regierung überwiesen.

Wer mit über 50 Jahren arbeitslos wird, gerate häufig in einen Teufelskreis. «Jobverlust, Langzeitarbeitslosigkeit, Vermögensverzehr, Sozialhilfe», zählt Landrätin Miriam Locher (SP) auf. Eine Spirale, aus der man kaum heraus fände.

Um Menschen, die am Ende ihrer beruflichen Laufbahn ihre Stelle verlieren und nur noch schwer eine neue Anstellung finden, besser aufzufangen, will Locher im Baselbiet eine Überbrückungsrente einführen - ihr entsprechender Vorstoss wurde am Donnerstag im Landart diskutiert. Diese Rente soll die Menschen bis zum AHV-Alter stützen, damit diese nicht in wenigen Jahren vor der Pension ihr ganzes Vermögen verlieren und möglicherweise auch ihre Wohnung oder ihr Eigenheim verlassen müssen.

Rente setze falsche Anreize

Gegen diese Überbrückungsrente sprachen sich Vertreter von SVP und FDP aus. Balz Stückelberger (FDP) wies darauf hin, dass der Bund auch schon eine Überbrückungsrente plane und es so zu Doppelspurigkeiten kommen könnte. Und Ermando Imondi (SVP), der selber Leiter eines Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) ist, sagte, eine solche Rente würde falsche Anreize setzen.

Ein Überbrückungsrente könnte einerseits Arbeitgeber veranlassen, ältere Arbeitnehmende auf die Strasse zu setzen, weil diese ja abgefedert seien. Und arbeitslose Arbeitnehmende hätten keine Motivation mehr, eine neue Stelle zu suchen. Letzteres konnte Adil Koller (SP) nicht stehen lassen. «Die allermeisten Arbeitslosen wollen unbedingt wieder einen Job.» Letztlich setzte sich die Ratslinke mit ihren Argumenten durch - und überwies den Vorstoss von Locher an die Regierung. Die muss jetzt eine solche Rente prüfen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Pierre Bayerdörfer  (pb59)
    Besten Dank all jenen Kräften, die sich für 50+ einsetzen und im LR obsiegt haben. Offenbar haben sich wieder die selben Kräfte dagegen ausgesprochen, welche die Rente mit 70 fordern aber keinen mit 50+ einstellen wollen. Auch die Argumentation der falschen Anreize ist ein Hohn. Es ist wohl kein Anreiz, als langjähriger Arbeitnehmender Sozialhilfe zu beziehen. Was fehlt sind die Angebote der Wirtschaft, weil es offenbar gewinnbringender ist, 50+ über den Sozialstaat zu entsorgen.
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