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Mit Tablets bewaffnet streifen Wissenschafter durch den Baselbieter Wald.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 02.06.2020.
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
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Amt für Wald beider Basel Die Vermessung des Waldes

Im unteren Baselbiet machen Umweltwissenschafter eine Waldinventur, um herauszufinden, wie sich der Wald entwickelt.

Inventur - diesen Begriff kennt man vor allem im Zusammenhang mit Einkaufsläden, beim Wald hingegen klingt das doch ziemlich seltsam. Jedenfalls für Laien. Doch tatsächlich führen im Moment Umweltwissenschafter eine Waldinventur durch. Sie vermessen im unteren Baselbiet in den Wäldern zwischen Allschwil und Biel-Benken 260 klar definierte Waldflächen. Dieselben Flächen hatten Wissenschafter schon vor 18 Jahren vermessen. Mit dieser neuerlichen Inventur wollen sie nun erfahren, wie die Bäume gewachsen sind und wie sich die Zusammensetzung des Waldes verändert hat.

Einer der Umweltwissenschafter, welche an dieser Inventur beteiligt sind, ist Andreas Gabriel. Wir treffen ihn in der Nähe des Wasserturms in Allschwil. In der Hand hält er ein Tablet und studiert GPS-Daten. Denn als erstes muss er die genaue Fläche finden, welche vor 18 Jahren vermessen wurde. Er orientiert sich dafür an auffälligen Bäumen. Und auf jeder Fläche befindet sich ein Metallrohr, welches bei der letzten Inventur auf jeder Fläche zur Markierung eingegraben wurde. Ist die richtige Stelle gefunden, misst Gabriel Umfang und Höhe der Bäume, zählt die Bäume und bestimmt die Arten. Genauso werden auch die toten Bäume erfasst, welche auf dem Waldboden liegen.

Indizien für die Zukunft

Die Waldinventur gibt Indizien für die Waldbewirtschaftung der Zukunft. Denn sie gibt Aufschluss darüber, welche Baumarten sich wegen des Klimawandels nicht mehr so wohl fühlen und welche sich besser an die veränderten Verhältnisse anpassen können. Luzius Fischer vom Amt für Wald beider Basel sagt: "Das gibt uns wichtige zusätzliche Informationen. Gerade jetzt, wo wir starke Probleme haben in unseren Wäldern aufgrund des Klimawandels." Das Amt für Wald will für die Zukunft verstärkt auf jene Baumarten setzen, die besser mit den zunehmend trockeneren Verhältnissen zurechtkommen.

Doch zuerst muss die Inventur abgeschlossen werden. Das dauert sicher noch bis im September.

Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es ist die Trockenheit, die Uebernutzung (überall dürfen Biker kreuz und quer durch die Wälder kurven, ohne auf den Wald und seien Lebewesen rücksicht zu nehmen). Auch wurde lange versäumt den Wald zu pflegen. Heute wird mit grossen Maschinen der Wald noch total kaputt gemacht. Mit all diesen Auswirkungen geht der Wald zu Grunde.
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