Asylzentrum Muttenz kann nicht wie geplant eröffnet werden

Weil die geplanten Ikea-Häuschen beim Brandtest durchgefallen sind, muss der Kanton eine neue Lösung finden und verschiebt die geplante Eröffnung.

Ikea-Holzhäuschen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Ikea-Häuschen fangen schnell Feuer. Keystone

Im Februar hätten die ersten Asylsuchenden auf dem Feldreben-Areal in Muttenz einziehen sollen. Das Registrierungszentrum bietet Platz für 500 bis 900 Leute. Doch nun muss die geplante Eröffnung später stattfinden, sagt der Asylkoordinator des Kantons Baselland, Rolf Rossi: «Der Termin im Februar kann mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten werden, weil wir die Bausachen neu zeichnen müssen».

Auf wann genau die Eröffnung verschoben wird, ist noch nicht klar. «Es kann sein, dass es Ende Februar wird, möglich ist aber auch Ende März», sagt Rolf Rossi. Klar sei, dass man so schnell wie möglich bereit sein will für die Flüchtlinge, denn: «Der Druck im Asylbereich ist sehr gross und eine Registrierungsanlage, wie sie in Muttenz geplant ist, hat beim Bund höchste Priorität», so Rossi.

Holzhäuschen oder Betonsteine

Statt den Ikea-Häuschen plant der Kanton nun, entweder Holzhäuschen einzusetzen, oder aber die Halle mit Beton auszubauen. So entstünden einzelne Räume in der Halle. «Auf diese Art könnten wir die Privatsphäre der Flüchtlinge gewährleisten», sagt Rolf Rossi.

Mitte Dezember wurde bekannt, dass die Ikea-Häuschen nicht brandfest sind. Dies ergab ein Test der Kantonalen Gebäudeversicherung Zürich. Die Häuser seien zu stark entflammbar und würden im Brandfall giftigen Rauch entwickeln. Daraufhin verzichteten sowohl der Kanton Zürich als auch der Kanton Aargau darauf, die Ikea-Häuschen als Flüchtlingsunterkunft einzusetzen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)