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Open-Air-Partys - Bewilligungen lassen auf sich warten
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 05.08.2020.
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Basel Baselland Auf Bewilligungen warten statt tanzen

Basler Clubs, die wegen Corona draussen statt drinnen feiern wollen, sind enttäuscht von den Basler Behörden.

Clubs, Discos, Bars leiden besonders unter der Corona-Krise. In den beiden Basel sind die Regeln noch strenger als in vielen anderen Kanton. Bloss 100 Leute dürfen in einen Club - falls es mehr sind, müssen alle Besucher eine Maske tragen.

Die Clubs in Basel haben in den vergangenen Wochen feststellen müssen, dass bei warmen Sommertemperaturen kaum jemand Lust hat, drinnen mit Maske zu tanzen. Die Besucherzahlen sind schlecht.

Draussen funktioniert es

Das trifft auch für den Viertel-Club beim Basler Dreispitz zu. Indoor-Veranstaltungen mit Maskenpflicht mache man derzeit nicht mehr, sagt Betreiber Valentin Aschwanden.

Der Viertel-Club hat aber das Glück, eine grosse Terrasse zu haben. Diese kann er im Sommer für Veranstaltungen nutzen. «Hier haben wir festgestellt, dass unsere Besucher bereit sind, eine Maske zu tragen», sagt Aschwanden.

Kanton kann nicht rasch entscheiden

Der Viertel-Club hat eine Bewilligung für zehn solche Open-Air-Events im Jahr. Weil derzeit drinnen keine Veranstaltungen möglich sind, möchten die Betreiber bis Ende September fünf weitere Events draussen durchführen. Mit diesem Wunsch sind sie Mitte Juli an die Basler Behörden gelangt. Auch andere Basler Clubs haben das getan. Sie haben unter anderem einen offenen Brief an die Regierung geschrieben, aber auch kantonale Stellen direkt kontaktiert.

Eine Bewilligung haben die Clubbetreiber bislang jedoch nicht erhalten. Die zuständigen Gremien würden sich erst Mitte August mit dem Thema beschäftigen, habe man ihm mitgeteilt, sagt Valentin Aschwanden. «Für mich ist es unverständlich, dass unser Wunsch nicht unbürokratisch umsetzbar ist.»

Die Regierung sei gefragt, findet Grossrätin

Dass die Kommunikation zwischen den Clubbesitzern und den kantonalen Behörden derzeit nicht funktioniert, ist eigentlich erstaulich. Der Kanton Basel-Stadt hat nämlich in der Corona-Zeit eine Taskforce Nachtkultur eingesetzt, um einen Austausch möglich zu machen.

Die grüne Grossrätin Jo Vergeat ist Mitglied dieser Taskforce. Sie vertritt die Organisation Kulturstadt Jetzt. Zur Taskforce sagt sie, diese treffe sich zwar regelmässig, aber die Sommerpause der Politik habe die Prozesse verlangsamt. «Kommt hinzu, dass in der Corona-Krise primär die Regierung eine wegweisende Rolle hat, wenn es darum geht, ausserordentliche Regelungen zu treffen.» Es brauche daher nun Entscheide auf höchster Ebene, um den Clubs das Bespielen von Aussenflächen zu ermöglichen.

Nun scheint diesbezüglich auch tatsächlich etwas zu gehen. Das Präsidialdepartement teilt auf Anfrage mit, die Regierung beschäftige sich kommende Woche mit dem Thema.

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