Aus für Antiquitätenmesse in Riehen

Die Basel Ancient Art Fair (Baaf) hat Konkurrenz in den USA bekommen. Die neue Ausstellung in New York lockt einige der Händlerinnen und Händler, welche die Baaf stets auf ihrem Terminkalender hatten, nach New York anstatt nach Riehen.

Wenkenhof Riehen von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Wenkenhof gilt als besonders schöner Ort für eine Antiquitätenmesse. Nun wird die Baaf aber nicht mehr ausgetragen. Juri Weiss

Die Basel Ancient Art Fair (Baaf) ist eine Spezialmesse für Antiquitätenhändlerinnen und -händler. Die frühere Tefaf geniesst bei ihnen einen guten Ruf und auch die Ausstellungsräume im Riehener Wenkenhof sind ideal. Umso erstaunlicher kommt nun die Meldung, dass die Baaf ab sofort nicht mehr stattfinde.

Lieber New York als Riehen

Einer der Gründe ist eine neue Ausstellung in New York, sagt Vincent Geerling, der die Baaf vor 12 Jahren ins Leben gerufen hatte. Einige Händlerinnen und Händler aus Übersee werden ihre wertvollen Objekte nun nicht mehr aufwändig verpacken, verzollen und nach Riehen schicken, sondern diese sozusagen vor der eigenen Haustüre ausstellen. In New York eben, wo die neue Antiquitäten-Messe nur einen Monat vor der geplanten Baaf stattfindet. Zwei weitere würden nun in Paris ausstellen, wo eine Antiquitätenmesse neu jedes Jahr stattfindet.

10 fehlende Teilnehmer kann die Baaf aber nicht prädestinieren. Die Baaf ist nämlich eine kleine Messe gewesen mit jeweils 18 Austellern. Dennoch legt Geerling Wert auf die Feststellung, dass sie in ihrer Branche die weltweit bedeutendste Antiquitätenspezialmesse gewesen sei.

Tradition gehe zu Ende

Mit dem Aus der Baaf geht laut Vincent Geerling eine Tradition zu Ende. «In Basel hat man nämlich immer besonderen Wert auf Antiquitäten gelegt», sagt er und zählt verschiedene Vorgängermessen auf. Ihm persönlich tue der Abschied von Basel deshalb ganz besonders leid.