Ballbuben, die unverzichtbaren Helfer an den Basler Swiss Indoors

Im Schatten der grossen Tennisstars jagen bei den Swiss Indoors auch gut 60 Ballbuben und Ballmädchen den Filzbällen nach. Musste man vor zwanzig Jahren noch via Radio nach diesen Helfern suchen, ist das Interesse mittlerweile so gross, dass im Sommer eigens eine Ausscheidung stattfindet.

Zwei Knaben stehen vor einem Swiss Indoors-Plakat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jamie und Cédric Buchwalder aus Kaiseraugst sind dieses Jahr als Ballbuben bei den Swiss Indoors dabei. SRF

Nicht nur die Tennisstars auf dem Center-Court jagen den gelben Filzbällen nach. An den Swiss Indoors sind auch 57 Ballbuben und Ballmädchen dabei und rennen den gelben Filzkugeln nach, sammeln sie ein und verteilen sie wieder. Und der «Job» des Ballbuben respektive Ballmädchens werde immer begehrter, weiss Olivier Hosner von den Swiss Indoors: «Früher musste man noch Radioaufrufe machen, damit man zu diesen Kindern gekommen ist. Mittlerweile haben wir so einen grossen Andrang, dass wir das Fenster, bei dem man sich anmelden kann, bereits nach vierzehn Tagen wieder schliessen müssen.»

120 Mädchen und Buben im Alter zwischen 11 und 16 Jahren hätten sich als Ballbuben und Ballmädchen beworben. Aber nur 57 konnten die Swiss Indoors berücksichtigen.

Zwei der Glücklichen sind Jamie und Cédric Buchwalder aus Kaiseraugst. Warum sie das tun, ist klar. So sagt Jamie: «Damit man die ganz grossen Spieler sieht und mit ihnen auf dem Platz stehen kann.»

Konzentration ist gefordert

Damit sie ihre Arbeit aber auch gut machen, müssen die beiden 11-jährigen Zwillinge ein intensives Training absolvieren. Sie lernen, wie sie auf den Tennisplatz einlaufen und ihre Posten einnehmen, wie sie laufen und wie sie die Bälle einsammeln und wieder verteilen müssen.

Das ist leichter gesagt als getan. Es braucht ein gutes Grundwissen über den Tennissport, Geschicklichkeit im Umgang mit Bällen, Kondition und vor allem Konzentration, weiss Cédric nach dem 2-stündigen Abschlusstraining: «Gerade beim Service müssen wir gut mitdenken, damit wir wissen, wohin wir die Bälle rollen müssen.»

Immerhin: Nach dem Finale bekommt jeder Ballbub und jedes Ballmädchen eine Medaille für die geleisteten Dienste. Nur auf die Gratis-Pizza, die Roger Federer jeweils nach dem Turnier verteilt hat, müssen sie dieses Mal wohl verzichten.

(Regionlajournal Basel; 17.30 Uhr)