Baschi Dürr nimmt Stellung

Der Einsatz der Basler Polizei vor und während eines Vortrags von Paul Bulcke, CEO von Nestlé, an der Universität Basel hat Kritik ausgelöst. Kritik kam auch von der Universität. Der Sicherheitsdirektor Baschi Dürr war selbst vor Ort und nimmt nun Stellung zu den Vorwürfen.

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Bildlegende: Baschi Dürr nimmt Stellung zum Polizeieinsatz an der Universität Basel. Keystone

Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr war am Vortrag von Paul Bulcke, dem CEO von Nestlé, dabei und konnte sich selbst ein Bild machen vom Polizeieinsatz. «Es war ein guter und richtiger Einsatz», sagte Baschi Dürr gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Die Polizei hätte Hinweise erhalten, dass eine gewisse Personengruppe die Veranstaltung stören wollte.

«  Es hätten auch Eier fliegen können. »

Baschi Dürr
Sicherheitsdirektor Basel-Stadt

«Diese Personen wollten die Meinungsfreiheit einschränken», sagt Baschi Dürr weiter. Dieses Ziel wollten die Störefriede nicht friedlich erreichen, indem sie Flyer verteilten, ist Baschi Dürr überzeugt. «Wir konnten im Vorfeld nicht ausschliessen, dass es auch zu Sachschaden hätte kommen können.» Er rechtfertigt damit die deutliche Polizeipräsenz.

Auf die Vorwürfe, dass der Polizeieinsatz die Meinungsfreiheit untergraben habe und nicht verhältnismässig gewesen sei, reagiert Baschi Dürr schon fast ein wenig pikiert. Diese Vorwürfe seien unhaltbar: «Es ist eine Beleidigung für alle Polizisten, die praktisch jedes Wochenende, eine bewilligte oder auch unbewilligte Demonstration ermöglichen.» Dennoch gibt Baschi Dürr zu, dass die Absprache mit der Universität nicht optimal funktioniert habe und verbesserungsfähig sei.

Positives Fazit der Polizeieinsätze

Der Sicherheitsdirektor sieht keine Probleme bei Polizeieinsätzen - weder bei diesem an der Universität Basel noch bei dem vor ein paar Monaten bei der Messe Basel im Zusammenhang mit dem Favela-Protest. Es gebe auch immer wieder Leute, die finden, dass die Polizei härter durchgreifen müsse. «In meiner Position kann ich es nicht allen recht machen.»