Grippewelle Basel gehen die gesunden Lehrer aus

In Basel hat die Grippe viele Lehrpersonen ins Bett gezwungen. Inzwischen hat der Kanton sogar Mühe, die Ausfälle mit Stellvertretern zu besetzen. In einzelnen Fällen müssen sogar Klassen aufgeteilt werden.

Person im Bett, im Vordergrund Medikamente und Teetasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch viele Lehrerinnen und Lehrer hüten derzeit das Bett. Keystone

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Grippe in Zahlen

Das Basler Unispital diagnostizierte bisher (Stand 24.1.) 482 Fälle, davon waren 245 stationäre, isolierte Grippepatienten. Ihren Höchststand erreichte die Grippewelle in Woche 1, seither gehen die Fallzahlen zurück.
Die aktuelle Grippe verbreitete sich mit 2,5 Ansteckungen pro Infektion fast doppelt so schnell wie üblich (1,5 Ansteckungen).

Zu einer kreativen Lösung musste die Primarschule Neubad kürzlich greifen. Als eine Klassenlehrerin sich krank meldete war es nicht möglich, eine Stellvertretung zu organisieren. Die Schulleitung entschied darauf, die Schüler der betroffenen Klasse auf andere Klassen zu verteilen.

Dieter Bauer, Leiter Volksschulen, begrüsst eine solche Lösung. Denn die Kinder hätten Blockzeiten und müssten während dieser Zeit beschäftigt werden. Dass so Klassen mit zu vielen Schülern gebildet werden und nicht alle Schülerinnen und Schüler den gleichen Wissensstand haben sieht er nicht als Problem: «Das kommt auch nur selten vor», so Bauer. Der Kanton könne auch nicht alle «Springer» einsetzen, da diese sonst im Sommer nichts mehr zu tun hätten.