Basel hat seine ersten Verkehrspoller

Säulen, die im Boden versenkbar sind, sollen den Autofahrern den Zugang zum Spalenberg versperren. Das Poller-System wird ein Jahr lang getestet. Dann entscheidet der Kanton, ob weitere Anlagen installiert werden.

Poller-Pilotanlage am Spalenberg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit Anfang Januar stehen Poller am Spalenberg. zVg

Am Montag startet ein einjähriger Pilotversuch mit Pollern am Basler Spalenberg. Sie sollen dort die Zufahrt in die Kernzone der autofreien Innenstadt regeln. Die Pilotanlage steht auf Höhe der Rosshofgasse. Sie besteht aus einer Bediensäule und fünf Pollern, wovon zwei versenkbar sind. Wenn niemand Durchfahrt begehrt, sind die Poller hochgefahren.

Zwischen 5 und 11 Uhr ist der Güterumschlag in der Innenstadt möglich und die Poller verschwinden automatisch im Boden, wenn ein Auto durchfahren möchte. Ausserhalb der Güterumschlagszeiten können nur Anwohner und Fahrzeuge mit einer Zufahrtsbewilligung die Poller absenken.

Einen solchen Pilotversuch mit Pollern hat der Grosse Rat beschlossen. Nun würden die Behörden in den kommenden Monaten überprüfen, «ob die Poller den Nutzen haben, den man sich erhofft», sagt Projektleiter Romeo di Nucci. Die Poller sollen eine «zusätzliche Hemmschwelle» sein, um nur noch jenen Fahrzeugen eine Zufahrt in die autofreie Zone zu ermöglichen, die auch eine Bewilligung haben. Sollten sich die Poller bewähren, können Regierungsrat und Parlament beschliessen, weitere solche Anlagen in der Basler Innenstadt zu installieren.

Kritik am Standort der Poller

Unzufrieden mit dem Pilotversuch ist jener Politiker, der sich in Basel am stärksten für ihre Einführung eingesetzt hat: Grossrat Michael Wüthrich von den Grünen. Er kritisiert, dass es viel zu lange gedauert habe, bis der Pilot gestartet wurde. «Es ist schon acht Jahre her, seit der Grosse Rat die Einführung von Pollern beschlossen hat.» Zudem kritisiert Michael Wüthrich den Standort am Spalenberg. Dort fahre ohnehin kaum ein Auto durch. «Die Freie Strasse, wohin sich immer wieder Autos verirren, wäre wesentlich sinnvoller gewesen.»

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)