Basel plant ein digitales Gedächtnis für die Wissenschaft

Die Universität Basel arbeitet daran, für die Geisteswissenschaften eine digitale nationale Bibliothek zusammenzustellen. Im Auftrag des Bundes soll so ein digitales Gedächtnis für die Wissenschaften entstehen.

Ein aufgeschlagenes Buch in einer Bibliothek Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vom Papier auf Dateiträger: Universität Basel will das Wissen der Geisteswissenschaften digitalisieren. Keystone

In Basel soll ein nationales digitales Datenzentrum für Geisteswissenschaften entstehen. Im Auftrag des Bundes arbeitet die Universität Basel an einer solchen nationalen Bibliothek.

Eine grosse Herausforderung bei dieser Arbeit ist, dass die Daten regelmässig auf neue Datenträger kopiert werden. Nur so könne das Wissen für die Zukunft erhalten bleiben, sagt Lukas Rosenthaler, Leiter des Labors «Digital Humanities». Er ist für die digitale Bibliothek der Geisteswissenschaften verantwortlich.

Bei seiner Arbeit sammelt Lukas Rosenthaler heute schon nicht nur das Wissen aus Büchern, sondern auch das Wissen, das bereits im Internet vorhanden ist. Gesammelt werden Texte, Videos und Tonaufnahmen.

Bundesrat unterstützt digitale Bibliothek

Der Bundesrat und die Akademie der Geisteswissenschaften möchten die Basler Datenbank zu einem nationalen Zentrum ausbauen. Geplant ist vorerst eine vierjährige Pilotphase. Die Kosten dafür belaufen sich auf 500'000 Franken jährlich. Noch muss aber der Stände- und der Nationalrat dem Projekt zustimmen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)