Hitzewelle Basel-Stadt schützt die Bevölkerung mit Sensibilisierung

Eine ältere Dame bekommt ein Glas Wasser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Freiwillige Helfer während heissen Tagen sind in Basel kein Thema. Keystone

Die aktuell grosse Hitze kann besonders für ältere Menschen und Kleinkinder zu einer Bedrohung werden. Um sicherzustellen, dass die Bevölkerung genügend trinkt, setzt der Kanton Basel-Stadt auf Sensibilisierung.

Zusatzinhalt überspringen

Hitzeferien kein Thema mehr

Die Abschaffung der Hitzeferien 2003 in Basel-Stadt war für die Schulen eine grosse Herausforderung. Heute sei der Umgang mit der Hitze viel weniger ein Thema. Wasserflaschen sind in den Schulzimmer heute kein Tabu mehr und die Lehrpersonen seien felxibler. Sie verlegen ihren Unterricht auch mal in den Keller, Wald oder einfach in die Badi.

Der Kantonsarzt Thomas Steffen ist dafür in Konakt mit Hausärzten, Pflege- und Lehrpersonen. «Diese stehen in direktem Kontakt mit den Leuten und können sie auf diese Weise besonders gut erreichen», sagt Steffen. Das habe einen nachhaltigeren Effekt als beispielsweise Wasserverteilaktionen. Auch mit Kampagnen auf Facebook habe man gute Erfahrungen gemacht, sagt Steffen: «In den letzten Jahren erreichen wir immer mehr und auch ältere Menschen auf diese Weise».

In der Romandie und im Tessin setzen die Behörden auf freiwillige Helferinnen und Helfer, die bei älteren Personen vorbeischauen. Sie sollen sicherstellen, dass die Menschen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ein solches Buddy-System ist für Basel-Stadt aber kein Thema. «Der organisatorische Aufwand ist einfach zu gross», sagt Steffen. Zudem seien Freiwilligen-Programme, wie das Buddy-System, auf dem Land einfacher einzuführen als in den Städten.