Basel-Stadt will das Sportmuseum weiter unterstützen

Der Grosse Rat will das Schweizer Sportmuseum nicht fallen lassen. Eine grosse Mehrheit spricht sich dafür aus, das Museum auf Baselbieter Boden wie bisher mit 150'000 Franken zu unterstützen. Die Regierung wollte diese Subvention einsparen.

Eine Sammlung von alten Skier. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Skisammlung: Das Museum bettet den Sport in die Schweizer Kulturgeschichte ein. Keystone

Ein Ausstieg könne fatale Signalwirkung auf andere Subventionsgeber haben, argumentierten die Befürworter. Ohne Geld vom Stadtkanton könnten auch der Bund, Baselland und Swiss Olympic aussteigen. Der Grosse Rat unterstützte schliesslich den Vorstoss der SVP mit 49 gegen 24 Stimmen bei 16 Enthaltungen. Damit subventioniert Basel-Stadt das Sportmuseum wie bisher mit 150'000 Franken.

Seit 2011 steht das Museum mit überarbeitetem Konzept am neuen Standort in Münchenstein und damit auf Baselbieter Boden. Geldsorgen begleiten das Sportmuseum seit jeher. Die beiden Basel betrachten das Museum als eigentlich nationale Angelegenheit, doch auch der Bund fühlt sich nicht verantwortlich. Der Basler Regierungspräsident und Kulturminister Guy Morin sagte in der Debatte im Grossen Rat: Es sei nicht sinnvoll, dass der Kanton ein Museum unterstütze, das sich nur einem einzigen Thema widme. Zudem wolle die Regierung in der Kulturpolitik andere Schwerpunkte setzen. Seine Argumente fanden jedoch kein Gehör.

Erleichtert über den Entscheid zeigte sich Gregor Dill, Leiter des Sportmuseums. Eine lange Zeit der Ungewissheit finde nun ihr Ende. Nun könne sein Museum wieder seriös planen für die Zukunft.

Das einzige Sportmuseum des Landes hat mit seinen rund 150'000 Objekten eine der weltweit grössten Sammlungen zur Sport-Geschichte. Sein Ziel ist primär das Einbetten des Sports in die Schweizer Kulturgeschichte.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)