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Basel Baselland Basel tickt punkto Zuwanderung anders als andere Grenzregionen

Knapp zwei Wochen vor der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative der SVP gehen in Basel die Wogen bei diesem Thema kaum hoch - ganz im Gegensatz zu anderen Grenzregionen wie dem Tessin oder der Region Genf.

In keinem anderen Kanton - mit Ausnahme von Genf - leben so viele Ausländer und Ausländerinnen wie in Basel. Menschen aus 162 Nationen leben in Rheinstadt. Der Ausländeranteil hat sich seit Ende der 70er- Jahre verdoppelt.

Dass die Bevölkerung von Basel dennoch entspannt mit dem Thema Zuwanderung umgeht, erklärt sich SVP-Grossrat Joel Thüring damit, dass Basel eine «andere» Zuwanderung habe als beispielsweise das Tessin: «Hierher kommen viele Pharma-Angestellte.»

Hochqualifizierte Expats

In Basel ist wohl vielen bewusst, dass der Wohlstand eng an die Pharmaindustrie gekoppelt ist. Jeder dritte Franken wird in dieser Branche erwirtschaftet, und 97 Prozent aller Güter, die aus Basel exportiert werden, stammen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

In dieser Branche arbeiten 60 Prozent Ausländer und Ausländerinnen, viele von ihnen sind hochqualifiziert. Der Stadtentwickler Thomas Kessler betont die Vorteile der Zuwanderung: «Wir haben noch Platz. Basel ist für 250'000 Leute gebaut, jetzt wohnen hier ungefähr 195'000. Es ist gut, wenn möglichst viele Menschen hier leben und den Standort mitfinanzieren und die Gesellschaft mittragen.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 tenniken
    Zum Glück ticken wir nördlich des Juras anders! Mir kommt zu der Xenophobie hierzulande eine kleine Geschichte in den Sinn. Fragt das Kind: "Mueti, wohne änned an de Bärge au Mönsche?". "Loos, Chind; mir wie nid grüüble?" Leider kein Witz hierzulande.
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