Basel verzeichnet mehr Logiernächte denn je

Im letzten Jahr hat Basel mit 1,16 Millionen Logiernächten ein neues Rekordergebnis erzielt. Basel Tourismus macht dafür die vielen Messen und Kongresse verantwortlich sowie eine überdurchschnittliche Auslastung im Juli und August.

Zimmermädchen in Hotel stellt grade einen Stuhl zurecht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angestellte der Basler Hotels hatten im vergangenen besonders viel zu tun. Keystone

Die Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank war ein herber Dämpfer für Basel Tourismus. Denn dadurch, so die Befürchtung, reisen möglicherweise weniger Touristen nach Basel. Da Messe- und Kongress-Tourismus aber weniger preissensibel sind und Top-Events wie eine Paul Gauguin-Ausstellung oder das Musical «The Lion King» trotzdem Publikum anziehen, ist Basel-Tourismus-Direktor Daniel Egloff nicht ganz so pessimistisch: «Dank dem guten Mix mit Geschäfts- und Messetourismus und Top-Events werden wir mit einem blauen Auge davonkommen.»

Genau diese breite Diversifizierung mit Geschäftsmessen und Kongressen, aber auch immer mehr Kultur- und Freizeittourismus haben zu einem neuen Rekordergebnis für's 2014 geführt. 1,16 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. «Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung», meint Daniel Egloff dazu, «eigentlich alle Bereiche haben zugelegt, insbesondere Juli bis Dezember waren gut.»

Weniger Deutsche kommen nach Basel

Trotzdem sind wichtige Bereiche wie die Anzahl Gäste aus Deutschland seit Jahren rückläufig. Auch im letzten Jahr wurden wieder knapp 5 Prozent weniger Logiernächte von Deutschen gezählt. «Ja», bestätigt Daniel Egloff, «diesen Einbruch gibt es leider schon im vierten Jahr hintereinander. Das schmerzt. Denn Deutschland ist der wichtigste Auslandmarkt. Klar hängt das auch mit der Euro-Situation zusammen und wird sich jetzt möglicherweise noch verschärfen.» Trotzdem wolle man diesen Markt nicht aufgeben, erklärt Daniel Egloff, und kündigt neue Werbekampagnen an.

Mit verbesserten Dienstleistungen und besserer Kommunikation der eigenen Stärken wolle man dem schwachen Eurokurs zusätzlich entgegenwirken. Einen eigenen, höheren Euromindestkurs festzulegen, wie das einzelne Skiorte ihren Gästen derzeit anbieten, komme für Basel Tourismus jedoch nicht in Frage.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)