Basel will Tagesbetreuung vereinfachen

Eltern sollen im Kanton Basel-Stadt eine Kindertagesstätte künftig auch dann frei wählen können, wenn sie für einen Platz Subventionen erhalten. Die Regierung hat eine entsprechende Gesetzesänderung in die Vernehmlassung geschickt.

Kinder am Brötchen streichen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Kindertagesstätten lernen Kinder beispielsweise auch das Zubereiten von Mahlzeiten. Keystone

Bislang werden subventionierte Kita-Plätze vom Kanton oder der Gemeinde Riehen zugeteilt. Die heutige Steuerung und Finanzierung führe jedoch zu ungleichen Bedingungen für Eltern und Kindertagesstätten - sogenannte Kitas. Im heutigen System haben Eltern, die für einen Platz Subventionen erhalten, wenig Wahlmöglichkeiten. Neu sollen alle Eltern ihre Kindertagesstätte selber wählen können. Sie sollen Beiträge von Kanton oder Gemeinden erhalten für alle von der öffentlichen Hand anerkannten Kitas. Die Beitragshöhe richtet sich allein nach Einkommen und Vermögen der Eltern.

Der Gesetzesentwurf sieht zudem nur noch zwei statt drei unterschiedliche Kita-Kategorien vor: solche mit und solche ohne Betreuungsbeiträge von Kanton und Gemeinden. Derzeit werden Tagesheime unterschieden nach subventionierten, mitfinanzierten und nicht subventionierten.

Beaufsichtigt werden sämtliche Kitas vom Kanton. Kitas mit Betreuungsbeiträgen brauchen zusätzlich eine Anerkennung, wie es weiter heisst. Die Vernehmlassung zur Gesetzesrevision dauert bis im Herbst.