Basel zahlt 20 Millionen an «Herzstück»-Planung

Der Grosse Rat gibt 20 Millionen Franke frei, um das S-Bahn-Projekt «Herzstück» zu planen. Eine klare Mehrheit sprach sich für das Verkehrsprojekt aus. Kritisiert wurden aber die Kostenhöhe und der Verteilschlüssel zwischen Basel-Stadt und Baselland.

Das Herzstück ist eine ambitiöse Zukunftsvision für die beiden Basel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Herzstück ist eine ambitiöse Zukunftsvision für die beiden Basel. zVg

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Das Herzstück

Beim «Herzstück» handelt es sich um eine Linie zwischen den Bahnhöfen SBB, Badischer Bahnhof und später auch St. Johann. So sollen die Verkehrslinien der Nordwestschweiz, Südbaden und Elsass miteinander verbunden werden. Die Kosten für die erste Etappe liegen schätzungsweise bei 1,5 Mia. CHF. Eine Inbetriebnahme wäre zwischen 2025 und 2030 möglich.

Mit 71 gegen 15 Stimmen spricht sich der Basler Grosse Rat deutlich für einen Planungskredit aus, mit dem das «Herzstück» der Regio S-Bahn in Angriff genommen werden soll. Die Mehrheit im Rat war der Meinung, die Region brauche diese neue Verkehrsverbindung. Man sei diesbezüglich ein Entwicklungsgebiet, hiess es etwa in einem Votum.

Erbsenzähler

Kritisiert wurde aber die Kostenhöhe. 20 Millionen alleine für eine Planungsphase sei sehr viel Geld, wurde gesagt. Zudem stören sich viele Grossräte und Grossrätinnen am Verteilschlüssel zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Baselland. Solche Kritiken wurde von den Befürwortern als «Erbsenzählerei» zurückgewiesen.

Baselbieter Entscheid am Donnerstag im Landrat

Die Stadt trägt mit 20 Millionen die Hauptlast der Planung, der Landkanton übernimmt zehn Millionen Franken. Vorausgesetzt der Landrat stimmt der Vorlage an der morgigen Sitzung zu.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)