Basel zieht positive Zwischenbilanz aus Verkehrspollern

Der Pilotversuch mit Pollern am Spalenberg sei in den ersten Monaten gut angelaufen, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement. Die versenkbaren Poller funktionierten technisch problemlos. Anders in Zürich: Dort will man auf Poller verzichten, auch weil es zu vielen Schadensfällen gekommen ist.

Drei Poller am Spalenberg Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach drei Monaten zieht Basel ein positives Fazit über die Polleranlage am Spalenberg zVg

Die Basler Regierung schreibt in einer schriftlichen Antwort auf einen Vorstoss aus dem Grossen Rat, die Poller hätten bis jetzt zu keinen Schadensfällen geführt. Auch die Technik funktioniere gut. Unterschiedlich seien die Reaktionen der Anwohner.

In Zürich hat man mit Pollern andere Erfahrungen gemacht. So sagt Heiko Cicero, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich: «Vor ein paar Jahren hatten wir einen Poller im Dienst. Leider kam es immer wieder zu Schadensfällen, vor allem beim Ein- und Ausparkieren.»

Ausserdem sei das Pollersystem sehr teuer. Aus diesen Gründen will man in Zürich nichts wissen von neuen Pollern.

Ein solches System wird von lärmgeplagten Anwohnern gefordert als möglicher Ersatz für Barrieren. Diese Barrieren für die Einhaltung des Nachtfahrverbots will der Stadtrat abbauen und sie durch normale Fahrverbotstafeln ersetzen. Dies hat die Stadtregierung Anfang Monat entschieden. Gegen den Abbau dieser Barrieren regt sich Widerstand in der betroffenen Quartierbevölkerung. Man wolle sich mit allen «politischen und rechtlichen Mitteln» dagegen wehren, berichtet der «Tages-Anzeiger».