Baselbieter Bildungsdirektorin lobt ihren «Marschhalt»

Monica Gschwind musste Kritik einstecken für ihr Verhalten in der Therwiler «Händedruck-Affäre». Auch sonst scheint die neue FDP-Bildungsdirektorin unter Druck zu stehen: der Schulbereich scheint eine Baustelle zu sein, in der Lehrerschaft rumort es. Nun nimmt sie als Wochengast Stellung.

Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) hat eine turbulente Woche hinter sich. Medien aus der ganzen Welt haben über den Fall aus Therwil berichtet, bei dem es um zwei muslimische Schüler geht, die ihrer Lehrerin das Handschütteln verweigern.

Im Zusammenhang mit diesem Fall wurde auch die Rolle der Bildungsdirektorin intensiv diskutiert. Es steht die Frage im Raum, warum sie zuerst ein Rechtsgutachten erstellen lässt, bevor sie laut über allfällige Konsequenzen nachdenkt, die das Verhalten der Schüler haben könnte.

Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf der Führungsschwäche lässt Monica Gschwind nicht auf sich sitzen:

«  Ich will nicht beim ersten juristischen Gefecht auf die Nase fallen. »

Monica Gschwind
Bildungsdirektorin Kanton Baselland

Auch sonst sieht sich die neue Bildungsdirektorin auf guten Wegen: «Den Marschhalt, den ich kurz nach meiner Amtsübernahme ausgerufen habe, war extrem wichtig.» Man müsse doch zuerst einmal schauen, was die Bedürfnisse der Lehrerschaft und der Schulkinder sei, sagt Monica Gschwind. Und schliesslich: «Ich wollte auch endlich Ruhe in die Schul-Diskussionen bringen.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)