Universität Basel Baselbieter FDP gibt Sparkurs bei Uni vor

Die FDP will der Universität Basel massiv weniger Geld geben. Sie legt eine Reihe von Vorstössen vor, wie die Ausgaben der Uni gesenkt und die Einnahmen gesteigert werden sollen. Die Vorstösse lösen bei der Basler LDP blankes Entsetzen aus.

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Bildlegende: Wie weiter mit der gemeinsamen Trägerschaft? Keystone

Der Kanton Baselland soll in Zukunft an die Universität Basel noch maximal 120 Millionen Franken zahlen - im laufenden Jahr sind es 169 Millionen. Das fordert die Baselbieter FDP und untermauert das mit einem ganzen Katalog von Vorstössen. Die wichtigsten Forderungen sind:

  • Höhere Studiengebühren für ausländische Studierende
  • Beschränkung der Studierendenzahl
  • Volle Kostendeckung in allen Fakultäten bei ausserkantonalen Studierenden
  • Fokussierung der Forschung
  • Mehr Drittmittel

Sie stehe hinter der Finanzstrategie der Baselbieter Regierung, schreibt die FDP in ihrer Mitteilung. Diese sieht eine Reduktion des Baselbieter Unibeitrags um 25 Millionen Franken vor. Die FDP will aber noch weiter gehen: Mit den von ihr vorgeschlagenen Massnahmen seien Einsparungen von 40 bis 60 Millionen möglich, ist die Partei von Bildungsdirektorin Monica Gschwind überzeugt. Die Umsetzung dieser vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel ausgeloteten Sparmöglichkeiten würden die Universität nicht schwächen.

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Differenzierte Gebühren

Die Uni Basel verlangt für ausländische und Schweizer Studierende die gleichen Semestergebühren von 850 Franken. An den Universitäten FR, ZH, SG, LU NE und Lugano bezahlen ausländische Studierende mehr. In Zürich kostet das Semester 500 Franken, in Lugano gar 2000 Franken mehr pro Semester.

Differenzierte Studiengebühren für Schweizer und ausländische Studierende hatte die FDP Baselland bereits 2012 gefordert. Inzwischen hätten dies bereits die Hälfte der Schweizer Universitäten eingeführt, argumentiert die FDP (s.Kasten). Auch nicht neu ist die Forderung nach einer besseren Abgeltung der Studienkosten für ihre Studierenden durch andere Kantone. Der Deckungsgrad von heute durchschnittlich 60 Prozent soll in allen Fakultäten auf 100 Prozent angehoben werden.

Entsetzte Basler LDP

Die FDP des Kantons Basel-Stadt beurteilt die Vorschläge der Schwesterpartei alles in allem positiv. Es sei nicht einfach eine Budgetkürzung, sondern ein konkreter Sparvorschlag, sagt Präsident Luca Urgese gegenüber Radio SRF. Mit Entrüstung reagieren hingegen die Basler Liberalen auf die Vorstösse der FDP des Nachbarkantons: «Ein solches Szenario würde das Ende der Universität auf bisherigem Niveau bedeuten», schreibt die LDP in einem Communiqué. Und Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein sagt gegenüber Radio SRF: «Ich bin nur hässig!»

«  Ich bin hässig »

Patricia con Falkenstein
Präsidentin LDP Basel-Stadt

Wenn Basel-Stadt seinen Beitrag im selben Mass senken würde, resultierte für die Uni eine Einbusse von 80 bis 120 Millionen pro Jahr. 2017 liegt das Uni-Budget bei 538 Millionen. In einer Stellungnahme schreibt der freisinnige Jean-Luc Nordmann als Präsident des Fördervereins der Universität Basel, eine fixe Vorgabe von Zahlen sei wenig zielführend.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)