Baselbieter Kirschbäume sind bedroht

Im Baselbiet droht ein grosses Kirschbaum-Sterben. Die Mehrheit der Bäume ist marode, weil sie nicht gepflegt und vernachlässigt werden.

Mann erntet Kirschen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kirchenernte dürfte in Zukunft bescheidener ausfallen Keystone

Im Baselbiet stehen etwa 80'000 Hochstamm-Kirschbäume. Über die Hälfte der Bäume ist jedoch bedroht. «Etwa 50'000 Bäume sind marode, weil sie nicht gepflegt werden», so Andreas Buser vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain.

Weil die Bäume vernachlässigt würden, seien sie die ideale Futterquelle für Schädlinge wie die Kirschen-Fliege und die Kirsch-Essigfliege. «Es ist besorgniserregend», so Buser.

Um dem Kirschbaum-Sterben entgegenzuwirken fehlten die gesetzlichen Grundlagen, beschreibt Andreas Buser. Es sei zum Beispiel nirgends festgehalten, dass die Bäume gepflegt werden müssen.

«Die Bäume sterben vorzeitig ab, es droht uns ein grosses Kirschbaum-Sterben», so Buser. Nur circa ein Viertel dürfte überleben.

(Regionaljournal Basel 17.30 Uhr)