Baselbieter Landrat bewilligt Geld für den Naturschutz im Wald

Dem Baselbieter Landrat ist der Naturschutz im Wald für die Jahre 2016 bis 2020 knapp zehn Millionen Franken wert. 15 Prozent soll der Bund übernehmen. Anträge auf eine Erhöhung des Betrages hatten ebenso wenig Chancen wie solche, den Betrag auf dem Stand des laufenden Jahres einzufrieren.

Blick auf eine Waldlichtung, ganz klein sind zwei wandernde Personen zu sehen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Landrat lässt sich den Naturschutz im Wald etwas kosten. Keystone

9,46 Millionen Franken - diesen Betrag hat der Landrat für die Jahre 2016 bis 2020 für den Naturschutz im Wald bewilligt. Das Geld wird in Tranchen ausbezahlt. Der Bund beteiligt sich am Beitrag.

Der Grossteil der Gelder soll in die Waldpflege fliessen. Ein Teil des Betrages geht aber auch an Abgeltungen für Waldeigentümer. Dies weil das Schutzprogramm auch Massnahmen enthält, die für die Besitzer finanzielle Einbussen bedeuten.

Keine Chance für Erhöhung

In der Debatte hatten sich linke Ratsmitglieder sogar dafür ausgesprochen, dass die Beiträge auf über zehn Millionen Franken erhöht wurden. Zum Beispiel SP-Landrat Hannes Schweizer, von Beruf Bauer. Mit dem Hinweis auf die angespannte finanzielle Lage des Kantons lehnten vor allem Vertreter von FDP und SVP dies hingegen klar ab.

Andreas Trüssel (SVP) mochte der Lobpreisung des Waldes durch andere, auch bürgerliche Ratsmitglieder, nicht abgewinnen, überall müsse man sparen. Es sei schliesslich durchaus nicht einzusehen, wieso ausgerechnet beim Wald eine Ausnahme gemacht werden sollte. Er wollte darum den Betrag auf dem Stand des laufenden Jahres einfrieren. Damit hatte er u.a. auch seinen Parteikollegen und Regierungsrat Thomas Weber gegen sich. Der wehrte sich gegen den Antrag - mit Erfolg.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)