Baselbieter Landrat vertagt brisanten Entscheid um Lehrerpensen

Ob Sekundarlehrpersonen auch im nächsten Schuljahr eine Lektion mehr pro Woche unterrichten müssen, bleibt unklar. Der Landrat hat den Entscheid nach kontroverser Debatte und knappem Abstimmungsresultat aufgeschoben.

Eine Lehrer unterrichtet seine Schüler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wieviel ist den Lehrern zuzumuten? Der Landrat verschiebt die Diskussion. Colourbox

Seit drei Jahren müssen Baselbieter Lehrer an Sekundarschulen, Gymnasien und Berufsschulen wöchentlich eine Stunde mehr unterrichten. Mit der Massnahme spart der Kanton jährlich 3,5 Millionen Franken. Die Sparmassnahme wurde damals befristet für drei Jahre eingeführt.

Bei der Diskussion über eine Weiterführung der Sparmassnahme zerstritt sich der Landrat. Die Regierung will die Massnahme als Beitrag der Lehrkräfte zur Sanierung der Kantonsfinanzen unbefristet weiterführen. Unterstützt wird sie dabei von der Bildungs- und Sportkommission. Die Personalkommission hingegen plädiert für eine Befristung auf zwei Jahre. In der Ratsdebatte wurde auch der Vorschlag eingebracht, die Massnahme um drei Jahre zu verlängern.

Das knappe Abstimmungsresultat von 41 gegen 40 Stimmen für eine zweijährige Verlängerung wurde von der SVP angezweifelt. Anstatt die Abstimmung zu wiederholen beschloss der Rat schliesslich ebenso knapp, das Geschäft zu vertagen.