Baselbieter Landrat will bei Uni mehr mitreden

Das Kantonsparlament stimmte dem Leistungsauftrag und dem Globalbudget der Universität praktisch einstimmig zu. Verschiedene Ratsmitglieder nutzten jedoch die Gelegenheit, um einem ihrem Unbehagen Ausdruck zu geben.

Rektor Loprieno im Festtalar bei der Rede. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Uni-Rektor Antonio Loprieno am Dies Academicus. Juri Weiss

Wie am Vortag im Basler Grossrat, war der Leistungsauftrag nicht umstritten. Trotzdem gab es kritische Stimmen in Zusammenhang mit dem Budget für die nächsten vier Jahre. Dass zum Beispiel Baselland jedes Mal mehr bezahlen müsse, jedoch nicht mehr Mitsprache bekomme.

«2017 bezahlt Baselland erstmals mehr an die Universität als Basel-Stadt», erklärte FDP-Landrat Michael Herrmann. Da müsse man einmal Strategie und Prozesse der Universität anschauen und auch mehr Einfluss darauf nehmen. Seine Ratskollegin Karoline Mall von der SVP erklärte, dies sei jetzt der dritte Leistungsauftrag, dem man zustimme, und jedes Mal zahle man 50 Millionen Franken mehr. Da wäre es schön, wenn auch das Baselbiet einmal einen Standort bekäme. «Zum Beispiel Sportwissenschaften, das würde gut zu unserem Kanton passen», so Mall.

Von linker Seite wurde die geplante Erhöhung der Studiengebühren kritisiert. Er hoffe, dass die Universität die Erhöhung moderat und mit Rücksicht auf Studierende umsetze, die Schwierigkeit haben, das Studium zu finanzieren.