Baselbieter Lehrer sagen Sparmassnahmen den Kampf an

Die Delegierten des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland beschloss am Mittwoch Abend zwei Volksinitiativen. Diese wollen verhindern, dass auf Kosten der Bildung gespart wird.

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Bildlegende: An den den Schulen darf nicht gespart werden, fordert der Lehrerverein Baselland und lanciert zwei Volksinitiativen Keystone

Die Sparmassnahmen der letzten Jahre würden sich jetzt zeigen, sagt Roger von Wartburg, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB): Schulhäuser, die nicht unterhalten worden sind, Angebote, die wegfallen wie zum Beispiel der Schwimmunterricht, oder das reduzierte Freifachangebot an den Gymnasien. Die Qualität der Schule sei in Gefahr.

Es wird immer bei den gleichen gespart, so die Meinung der Verantwortlichen des LVB. Die Universität und die Fachhochschule blieben verschont, dabei seien sie es, die in den letzten Jahren mehr Geld brauchten. Die Kosten bei Volksschule und Gymnasium blieben dagegen stabil. In Zukunft sollen daher jene sparen, die durch neue Angebote mehr Kosten generieren. «Wenn man am Fundament spart, steht auch das obendrauf nicht mehr sicher» argumentiert LVB-Geschäftsführer Michael Weiss.

Die Initiativen des LVB greifen weit ins politische System ein. So sollen zum Beispiel Sparmassnahmen auch von der Verwaltung getragen werden und der Kanton soll auf Reformen verzichten, wenn er dafür kein Geld hat. Weiter soll auch der Landrat höhere Hürden erhalten für Sparbeschlüsse. Beispielsweise für eine Veränderung der Klassengrösse, müssten zwei Drittel des Rates zustimmen.

Die Delegierten des Vereins sprachen sich am Mittwochabend fast einstimmig für die beiden Initiativen aus. Diese hätten nicht einzelne Projekte im Auge, sondern die Institution Volksschule als Ganzes, sagt Von Wartburg. «Die Initiatven wollen sicherstellen, dass auch in Zukunft die Volksschule Qualität hat und die Ressourcen, die sie dazu braucht.»