Baselland forciert den Englisch-Unterricht

Mit dem neuen Schuljahr gibt es erstmals Frühenglisch an den Primarschulen - ab der 5. Klasse. Wie elementar Englisch-Kenntnisse für Kinder und Jugendliche heute sind, zeigt ein Schulbesuch in Pratteln bei angehenden Informatikern.

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Bildlegende: In der Computerwelt sind gute Englischkenntnisse wichtig. Keystone

Es sind komplizierte Sätze, welche die Schüler der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule in Pratteln in ihrer Englisch-Lektion übersetzen müssen. Sätze wie: «Tor, an acronym for the onion router, is software that provides the closest thing to anonymity on the Internet».

Viele Erwachsene würden beim Übersetzen von solchen Sätzen wohl kapitulieren. Für die Schüler im dritten Lehrjahr ist die Übersetzung jedoch kein Problem. Nach der Lektion erzählen einige von ihnen gar, sie seien im Englisch-Unterricht unterfordert. Für sie gehört Englisch zum Alltag, zum Beispiel wenn sie mit dem Computer arbeiten. Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich, der sich eine Lektion dieser Schulklasse anschaut, ist davon angetan: «Das Niveau beeindruckt mich.»

Für die angehenden Informatiker ist es aber auch wichtig, dass sie Englisch sprechen können. Carole Wörtz, Verwaltungsratspräsidentin des international tätigen Elektro-Unternehmens Wörtz, sagt: «Wir erwarten von unseren Informatikern, dass ihr Englisch ähnlich gut ist wie ihre Informatik-Kenntnisse.»