Baselland kann im Hochschulrat nicht mitreden

Baselland zahlt gleich viel an die Universität Basel wie die Stadt. Doch punkto Mitsprache ist Baselland nicht gleichberechtigt. Im neuen Hochschulrat hat Baselland kein Sitz. Am Donnerstag fand die Wahl der Mitglieder statt.

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Bildlegende: Christoph Eymann (BS) und Urs Wuethrich (BL) wollen beide in den Hochschulrat. Keystone

Bund und Kantone wollen die Hochschul-Politik neu koordinieren und haben zu diesem Zweck die Schweizerische Hochschulkonferenz gegründet. Am Donnerstag findet die konstituierende Sitzung statt.

Das wichtigste Gremium in dieser neuen Struktur ist der Hochschulrat. Dieser fällt die inhaltlich wichtigen Entscheide, etwa, welcher Abschluss wo und wie anerkannt wird. Doch wer in diesem Hochschulrat sitzt und wer nicht, das ist umstritten, vor allem in den Kantonen ohne Universität. Einen festen Sitz haben die Universitäts-Kantone Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Waadt und Zürich. Es bleiben vier Plätze für die restlichen Kantone - die sich konkurrenzieren.

Aargau statt Baselland

In der Nordwestschweiz bewarben sich sowohl Baselland als auch der Aargau. Am Donnerstagmorgen fiel die Wahl auf den Kanton Aargau. «Die Konstruktion ist weder nachvollziehbar noch zukunftstauglich, denn es wird nicht berücksichtigt, welche Kantone sich tatsächlich als Hochschulkantone positionieren», so Wüthrich. «Im Hochschulrat werden wichtige Weichen gestellt. Deshalb ist es von Bedeutung ob man dort mitsteuern kann oder nicht», ärgert sich Wüthrich weiter.

Auch Paul Wenger, Präsident der landrätlichen Bildungskommission, ist enttäuscht. «Baselland muss jetzt dran bleiben.»

Der Bildungsdirektor der Stadt, Christoph Eymann, hofft, dass dieser Missstand bei den nächsten Wahlen in vier Jahren korrigiert wird. «Je erfolgreicher unsere Uni, desto weniger kann man diesen Zustand aufrecht erhalten.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)