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Basel Baselland Basels Anlaufstelle gegen Extremismus ist (noch) wenig gefragt

Seit kurzem gibt es in Basel eine Anlaufstelle und eine Task Force zur Bekämpfung von religiösem Extremismus. Nach knapp einem Monat hat die Stelle drei Anfragen behandelt. Die Frage bleibt, wie sehr die Stelle neue Phänomene erkennen kann. Zum Beispiel wenn Mohammed-Biographien verteilt werden.

Standaktion in Hamburg
Legende: Salafisten verteilen nach dem Koran neu Biografien von Mohammed, auch in Basel (Bild: Standaktion in Hamburg). Facebook

Die Verteilung von Mohammed-Biographien habe vermutlich die «Lies!»-Aktion radikaler Islamisten abgelöst, glaubt die Basler Buchautorin und Gymnasial-Lehrerin Jasmin El Sonbati. Im Internet ist dokumentiert, dass kürzlich junge Männer die Bücher rund um den Claraplatz verteilt haben.

«Unverfänglicher als der Koran»

«Solche Biographien sind auf jeden Fall viel unverfänglicher als der Koran», glaubt Jasmin El Sonbati. Ausgedacht habe sie sich aber der radikale deutsche Islamist Pierre Vogel, was einiges aussagen würde. Was zeigen würde, dass die Aktion eben doch nicht so harmlos sei.

Und weil solche Aktionen - im Gegensatz etwa zu Standaktionen wie «Lies!» - gar keine Bewilligung brauchen, sind die Behörden oft gar nicht informiert.

Ob in diesem Fall die Anlaufstelle zum Zug kommt, ist fraglich. Pressesprecher Martin Schütz vom zuständigen Sicherheitsdepartement glaubt aber daran. Zum einen sei in den Medien viel über die Anlaufstelle erschienen. «Und zum anderen sind unsere Präventionsleute vernetzt genug in der Szene, dass sie wissen, an wen sie sich im konkreten Fall wenden müssen», so Schütz weiter.

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