Basler Bürgergemeinde hält an Struktur fest

Die Basler Bürgergemeinde soll so bleiben wie sie ist. Das neue Strategiepapier des Bürgerrats will keine Änderungen bei den Strukturen und schon gar keinen Ausbau.

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Bildlegende: Bürgergemeinde macht Strategie über deren Zukunft. Juri Weiss

Nachdem die Bürgergemeinde vor ein paar Jahren mit der Sozialhilfe eines ihrer grössten Aufgabengebiete an den Kanton verloren hatte, machte sich die Institution an die Zukunftsplanung. Die ersten Ideen für eine neue Strategie der Bürgergemeinde scheiterten vor rund drei Jahren aber kläglich im Parlament. Von einer Verkleinerung des Bürgergemeinderats und Bürgerrats sowie einer Kompetenzverschiebung wollte der Bürgergemeinderat nichts wissen. Vorgeschlagen hatte diese Strukturänderungen der Bürgerrat.

Wenig Zündstoff

Nun folgt eine neue Fassung eines Strategiepapiers und der Bürgerrat verzichtet bewusst auf das heisse Eisen Strukturveränderung. Der Bürgerrat beschränkt sich auf die inhaltliche Strategie und diese soll in den nächsten Jahren im Grossen und Ganzen so bleiben, wie sie schon heute ist. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Bürgergemeinde so wie sie heute funktioniert, gut aufgestellt ist.»

Man wolle auf Bestehendes aufbauen und dort weiterwachsen. Grosse Pläne oder Visionen sucht man im neuen Strategiepapier vergeblich. Dennoch hält der Bürgerrat fest, dass die Institution Bürgergemeinde auch in Zukunft eine Existenzberechtigung habe.

Am 25. März behandelt der Bürgergemeinderat das neue Strategiepapier zum ersten Mal. Bürgerratspräsidentin Gabriella Matefi ist zuversichtlich: «Die Akzeptanz wird dieses Mal sicher grösser sein, weil im Gegensatz zur ersten Fassung viel Zündstoff draussen ist»