Basler GLP tritt wieder mit Martina Bernasconi zu den Wahlen an

Nach Prüfung aller möglichen Kandidaturen sei der Vorstand der Grünliberalen zum Schluss gekommen, dass sie die besten Voraussetzungen mitbringe, sagt Bernasconi. Bei den Ersatzwahlen für Carlo Conti unterlag sie 2014 dem heutigen Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger.

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Bildlegende: Will es nach 2014 nochmals wissen: Die Grünliberale Martina Bernasconi SRF, Hansruedi Schär

Dass für die Grünliberalen eine Frau ins Rennen steigen soll, habe ex-Präsident David Wüest-Rudin von Anfang an klar gemacht, sagt die 51-jährige Philosophin. Zumal die Bürgerlichen vier Männer ins Rennen schicken würden.

Dass Martina Bernasconi kandidiert, hat der Parteivorstand beschlossen. Sie selber bestätigt eine entsprechende Meldung der «Basler Zeitung». Ebenfalls als valable Kandidatin war zuvor Katja Christ gehandelt worden. Die neue Partei-Präsidentin wolle sich jedoch auf die Organisation des Wahlkampfs konzentrieren, sagt Bernasconi: «Diese Gesamterneurungswahlen sind für uns Grünliberale extrem wichtig. Wir glauben, dass wir die Talfahrt beendet haben. Die Wahlen sollen die Trendwende bringen.»

Alternative zwischen den Blöcken

Ihre Wahl-Chancen sieht Martina Bernasconi durchaus intakt. Bei der Conti-Ersatzwahl habe sie einen Achtungserfolg erreicht. Sie hoffe, dass sie von vielen bürgerlichen Wählerinnen und Wählern die Stimme bekommen werde, da sie als starke Kandidatur zwischen den beiden Blöcken antrete. Sie sei deshalb eine Alternative für alle, die nicht Blöcke wählen wollen. Allerdings weiss sie auch, dass sie riskiert, zwischen den Blöcken zerrieben zu werden.

Bernasconi räumt denn auch ein, dass die Grünliberalen diesen Alleingang nicht freiwillig gewählt hätten. «Wir wären gerne auf das bürgerliche Ticket gekommen. Aber das hat nun nicht sein sollen.»