Basler Parlamentarier fordern «Panik-App» für Smartphones

Wer in Basel Hilfe benötigt, soll dafür nur auf eine App im Smartphone drücken und so die Polizei alarmieren. Dies fordern mehrere Grossrätinnen und Grossräte in einem Vorstoss an die Regierung. Diese soll prüfen, ob eine Entwicklung einer speziellen Basler «Panik-App» sinnvoll ist.

Iphone mit Polizeiapp und Notruffunktion Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Funktioniert noch ohne Ortung: App der Basler Polizei mit Notruffunktion SRF

Eine App der Basler Polizei existiert schon. Diese ist jedoch nicht im Stande, den Benutzer zu orten, was in einem Notfall sehr nützlich wäre. Genau diese und weitere Funktionen soll die neue «Panik-App» haben, fordern mehrere Parlamentarier quer durch alle Parteien.

Nicht unterstützt wird der Vorstoss einzig von der SVP, die ansonsten immer wieder nach mehr Polizei und Sicherheit ruft. SVP-Fraktionspräsident Lorenz Nägelin begründet die Zurückhaltung damit, dass es schon genug Notfall-Apps gäbe.

«Es macht wenig Sinn, dass der Kanton Basel-Stadt auch noch probiert, eine eigene App zu machen», so Nägelin.

Sich aktiv gegen den Vorstoss wehren wolle sich die SVP jedoch nicht, versichert Nägelin. Demnach wird der Grosse Rat den Vorstoss am Mittwoch an die Basler Regierung überweisen. Die Regierung muss danach prüfen, ob eine solche Basler «Panik-App» Sinn macht.