Basler Stadtgärtnerei macht einen Rückzieher

Die Basler Stadtgärtnerei wollte eine private Firma beauftragen, an den Wochenenden die Parks der Stadt zu reinigen. Das provozierte den Widerstand gewisser linker Politikerinnen und Politiker. Nun rudert die Stadtgärtnerei zurück: es gibt eine interne Lösung

Schützenmattpark mit spielenden und brätelnden Besuchern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Basler Pärke sind beliebt - doch das hinterlässt Spuren. Juri Weiss

Mit einer Ausschreibung im Kantonsblatt weckte die Stadtgärtnerei vor einigen Wochen den Ärger vor allem einiger Vertreter der linken Basta: gesucht wurde damals eine private Firma, welche die Reinigung der Parks an den Wochenenden durchführen würde. Die Stadtgärtnerei sei überlastet, hiess es dazu.

Nun ist auch dem Kantonsblatt zu entnehmen, dass die Ausschreibung abgebrochen wird: «Projekt wird nicht verwirklicht» heisst es in der aktuellen Ausgabe.

Eine interne Lösung

Zur Begründung sagt Yvonne Aellen, Leiterin Grünflächen bei der Stadtgärtnerei, man sei nochmals über die Bücher gegangen und habe jetzt eine interne Lösung erarbeitet. Bei dieser Lösung würde auch die Stadtreinigung mithelfen: «Mit einer halben bis ganzen Stelle zusätzlich kommen wir über die Runden in den kommenden Monaten.»

Yvonne Aellen bestätigt auch, dass die Ausschreibung sehr viele Reaktionen und sogar Interventionen ausgelöst habe. Neben der Basta, die vor allem die mögliche Privatisierung kritisierte, habe es auch Angst wegen eines möglichen Stellenabbaus gegeben, die wäre aber sowieso unberechtigt gewesen, sagt Yvonne Aellen.

In der kalten Jahreszeit, die ohnehin weniger Menschen ins Freie lockt, will man nun mit dieser Lösung leben: «Im Frühjahr schauen wir die ganze Sache dann nochmals an» sagt Yvonne Aellen.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)