Basler Stadtlauf: Laufen kann auch weh tun

Urs P. Martin ist Sportarzt an der Rennbahnklinik in Muttenz. Während des Stadtlaufs übernimmt er die medizinische Betreuung der Athletinnen und Athleten.

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Bildlegende: Am Basler Stadtlauf quälen sich 9000 Hobbysportler über die gut fünf Kilometer lange Strecke. Keystone

Wenn Urs P. Martin am Strassenrand steht und den Hobbysportlern zuschaut, wie sie teilweise mit krummen Beinen durch die Freie Strasse rennen, dann tue es ihm manchmal schon weh. Ein schlechter Laufstil bedeute aber nicht zwingend, dass gesundheitliche Schäden daraus resultieren: «Häufig gewöhnt sich der Körper an diese Mechanismen.»

Dasselbe gilt auch für das Seitenstechen. Manch ungeübter Jogger kennt das Phänomen des Seitenstechens. Es kommt aus dem Nichts und meist bleibt es für eine Weile. Die Konsequenz: Man muss man sein Tempo drosseln oder ganz anhalten. Einen besseren Tipp hat auch der Sportarzt Urs Martin nicht.

«Seitenstechen entsteht wahrscheinlich, wenn die Milz zu fest anschwillt.» Gegen Seitenstechen hilft eigentlich nur eines: besser trainieren. Denn: Profisportler kennen dieses Phänomen nicht.

Der Basler Stadtlauf findet zum 32. Mal statt. Ein Blick auf die Sieger der letzten zehn Jahre zeigt: Mit Ausnahme eines Jahres, haben bei den Männern immer afrikanische Läufer gewonnen. Wie beim Sprint auch, ist die schwarze Bevölkerung der weissen läuferisch oft überlegen. Warum? «Dunkelhäutige Menschen haben mehr Mitochondrien - also Energiekraftwerke im Muskel.» Das sei die heutige Erklärung dafür, sagt Martin.