Volksrechte Basler Stimmberechtigte können E-Voting testen

Ab sofort stellt die Post eine Demo-Version im Internet zur Verfügung. Bis in einem Jahr soll die Hälfte der Basler Stimmberechtigten elektronisch abstimmen können.

Mann vor Computer mit Abstimmungsunterlagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bereits in einem Jahr soll die Hälfte der Basler Stimmberechtigten elektronisch abstimmen können. Keystone

Mit der Demo-Version des E-Votings können die Stimmberechtigten in einer fiktiven Abstimmung den E-Voting-Prozess von A bis Z durchspielen. Das Voting ist gemäss Post einfach: Zuerst muss der Besucher einen virtuellen, digitalen Stimmausweis herunterladen. Dieser ersetzt den richtigen Stimmausweis, der bei einem Urnengang per Post zugestellt wird. Anschliessend führt das System den Nutzer in wenigen Schritten bis zum Abschluss der fiktiven Stimmabgabe. Das System dahinter entspricht exakt der echten E-Voting-Lösung.

Schrittweise zu 100 Prozent

Ende Januar hat sich der Kanton Basel-Stadt als dritter Kanton für die E-Voting-Lösung der Post entschieden. Bereits 2018 sollen 50 Prozent der Stimmberechtigten elektronisch abstimmen können. Dazu muss die Post strengere Vorgaben erfüllen, als bei den bisherigen Lösungen für 30 Prozent. Die Lösung lässt sich soweit ausbauen, dass sie bis 2019 für alle Basler Stimmberechtigten eingesetzt werden kann.

Start in den Kantonen FR und NE

Über 5000 Auslandschweizer, die im Kanton Freiburg registriert sind, konnten bei den Urnengängen vom 27. November 2016 und 12. Februar 2017 ihre Stimmen per Internet abgeben. Für die Abstimmungen vom vergangenen 12. Februar hat auch der Kanton Neuenburg erstmals das System der Post für 32 000 Stimmberechtigte eingesetzt. Beide Kantone werden das System für sämtliche eidgenössischen Abstimmungen im 2017 einsetzen.