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Die gescheiterte Spitalfusion verschärft die Konkurrenz und setzt das Basler Unispital unter Druck.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 21.11.2019.
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Basler Unispital «Spitzenmedizin ist gefährdet»

Nach der gescheiterten Fusion des Unispitals mit dem Kantonsspital Baselland sehen Experten die Spitzenmedizin in Gefahr.

Genau davor hatten die Gesundheitsdirektoren der beiden Basel im Vorfeld der Spitalfusions-Abstimmung gewarnt: Nach einem Nein zum Zusammenschluss der beiden öffentlichen Spitäler würde das kostentreibende Wettrüsten weitergehen und die universitäre Spitzenmedizin am Basler Unispital wäre in Gefahr. Genau das treffe jetzt ein, sind sich Gesundheitsexperten einig und zwar noch schneller als befürchtet.

Das Unispital muss bei den Ausbauplänen über die Bücher.
Autor: Stefan FelderGesundheitsökonom Uni Basel

Beispiel Orthopädie. In diesem lukrativen Bereich spannt man auf dem Land mit der Privatklinik Hirslanden zusammen und setzt die Stadt unter Druck. Das Basler Unispital müsse jetzt in der Orthopädie noch stärker um den Marktanteil kämpfen, sagt Gesundheitsökonom Stefan Felder. Überhaupt seien die grossen Ausbaupläne des Unispitals in Frage gestellt: «Das Unispital muss bei den Ausbauplänen über die Bücher», so Felder. Das Unispital könne sich nun nur noch leisten dort zu investieren, wo man wirklich stark sei.

Der Arzt und LDP-Grossrat Raoul Furlano befürchtet, dass das Basler Unispital früher oder später bei der universitären Spitzenmedizin nicht mehr überall werde mithalten können. Im Bauchbereich hat sich das Unispital mit dem Claraspital bereits einen externen Partner suchen müssen, um genug hohe Fallzahlen zu erreichen. Auch im Baselbiet macht man sich Sorgen, dass die Region in der Spitzenmedizin ins Hintertreffen geraten könnte, wenn das Unispital auch um die lukrativen Disziplinen kämpfen muss und am Ende dem Spital die Mittel fehlen, um überall bei der Spitzenmedizin mithalten zu können. Der Grüne Landrat Klaus Kirchmayr formuliert es so: «Mittelfristig ist die universitäre Spitzenmedizin in Basel gefährdet.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Leider haben sich in diesem Fall, die Basler Stimmbürger einen Lapsus geleistet, als sie die Zusammenarbeit der Spitäler an der Urne abgelehnt haben. Es könnte ja auch viel Geld gespart werden, wenn die beiden Halbkantone zu einem Kanton würden, aber das ist wohl Wunschdenken, weil Eigensinn und Sturheit grösser ist, als Vernunft.
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