Basler Universitäts-Kinderspital blickt auf positives Jahr zurück

Das Spital schreibt schwarze Zahlen, weil es sich mit den Krankenkassen über Tarife einigen und deswegen Rückstellungen auflösen konnte. Ambulante Behandlungen nahmen weiter zu, stationäre weiter ab.

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Universitäts-Kinderspital beider Basel. Keystone

Das Unternehmensergebnis blieb mit 3,5 Millionen Franken stabil. Vor Zinsen und Abschreibungen sank das Betriebsergebnis (EBITDA) leicht von 13,4 auf 13,1 Millionen Franken. Der Gesamtertrag stieg derweil von 133,1 auf 142,2 Millionen. Mit diesen Zahlen ist das Spital zufrieden.

Als Herausforderung bezeichnete der ärztliche Leiter Urs Frey die zunehmende Migration: Viele Flüchtlinge seien Kinder, teils ohne Eltern. Das UKBB habe Betreuungsstellen ausgebaut. Aus den aktuellen Herkunftsländern - insbesondere Syrien - brächten die Kinder spezifische Krankheiten und Probleme mit. «Wir haben Kinder mit Tuberkulose. Eine Krankheit, die es hier eigentlich nicht mehr gibt», sagt Frey. In den letzten Monaten habe sich das UKBB aber gut für diese Herausforderungen rüsten können.

Der Kostenanteil der Flüchtlingskinder sei schwer fassbar, da sie teils erst nach einiger Zeit in Basel ins Spital kämen und da die Zuständigkeit vom Bund zur Gemeinde wechsle, erklärte Frey. Laut Erb haben sich etwa die Übersetzerkosten 2015 verdoppelt. Immerhin bleibe das UKBB nicht auf solchen Kosten sitzen; die seien immer gedeckt.

Teilweise Einigung im Tarifstreit

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel und die Krankenkassen konnten sich einigen, welche Tarife für die Jahre 2012 bis 2016 gelten. Dank dieser Einigung löste das Spital seine Rückstellungen auf. Noch keine Lösung gibt es dagegen im Tarifstreit mit den Invalidenversicherungen. Dieser landet wohl vor Gericht.