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Basler Weinmesse Online-Zwang für Ticket sorgt für Kritik

Wer ein Gratis-Ticket einlösen will, muss sich neu online registrieren. Das kommt bei einigen Kunden nicht gut an.

Brigitte Ramseyer besucht seit fünf Jahren die Basler Weinmesse. Dieses Jahr möchte sie die Messe boykottieren und nicht mehr hingehen, so sehr hat sie sich über das neue Ticketing-System geärgert.

Wie viele andere Kundinnen und Kunden von Weihnhändlern erhält Brigitte Ramseyer jedes Jahr einen Gutschein für ein Gratis-Ticket. Bis jetzt konnte sie diesen Gutschein an der Billett-Kasse der Messe gegen einen Eintritt umtauschen. Das geht ab diesem Jahr nicht mehr: Wer mit einem Gutschein an die Messe will, kann diesen nur noch online einlösen. «Ich muss mich jetzt online registrieren, also all meine Daten angeben. Sonst kann ich meinen Gutschein für einen Gratis-Eintritt schlicht nicht mehr einlösen», ärgert sich Ramseyer. Dies sei umständlich. Am meisten ärgert sie jedoch, dass sie ihre Daten preisgeben muss: «Ich weiss ja nicht, was danach damit passiert.»

Negative Rückmeldungen auch bei Händlern

Auch von den Händlern gibt es Kritik. Thomas Martin ist bei der Kellerei «Siebedupf» in Liestal für Publikumsmessen zuständig: «Das ist nicht besonders kundenfreundlich. Wir hatten einige negative Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden. Vor allem ältere Kunden machten sich Sorgen, da einige keinen Computer bedienen können. »

Christina Urhahn, Leiterin der Basler Weinmesse, kennt die Kritik. Es handle sich allerdings um einige wenige Reklamationen. Und sie beschwichtigt: «Wer keinen Computer bedienen kann oder keinen Computer hat, dem hilft unser Personal vor Ort.»

Und auch bezüglich der Datenschutz müsse sich niemand Sorgen machen: «Die Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben. In erster Linie sollen die Händler davon profitieren, da sie jetzt erfahren, wer von ihren Kunden tatsächlich die Messe besucht hat und wer nicht.»

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