Abstimmungen Beide Basel lehnen USR III ab

Im Kanton Basel-Stadt wird die Unternehmenssteuerreform III mit 57 Prozent klar verworfen. Noch deutlicher ist das Nein in Baselland. Dort sagen 62 Prozent der Stimmberechtigten Nein.

Porträt der Basler Finanzdirektorin Eva Herzog. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog kämpfte umsonst: Die Unternehmenssteuerreform III wurde an der Urne abgelehnt. Keystone

Eva Herzog hatte sich stark für die Unternehmenssteuerreform III eingesetzt und sich damit sogar gegen ihre eigene Partei, die SP Schweiz, gestellt. In Basel-Stadt sei die Annahme wichtig, hatte Herzog immer betont. Ansonsten seien Arbeitsplätze in Gefahr.

Trotzdem haben die Baslerinnen und Basler Nein gestimmt. «Ich nehme die Gegner beim Wort, wenn sie sagen, dass es nun rasch eine neue Vorlage braucht», sagt Herzog zur Niederlage. Sie sei auch gerne bereit, bei der neuen Vorlage mitzuarbeiten. Sie bedaure es, dass es während dem Abstimmungskampf zu Auseinandersetzungen mit ihrer eigenen Partei gekommen ist. «Aber das ist jetzt durch, ich schaue vorwärts», so Herzog.

Auch in Baselland haben die Stimmberechtigten Nein gestimmt. Die Ablehnung war mit 62 Prozent noch deutlicher als in Basel-Stadt.

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1:43 min, vom 12.2.2017

Weitere nationale Vorlagen

Mit grossem Mehr angenommen wird in Basel-Stadt dagegen die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration. Diese Vorlage wurde mit 67 Prozent angenommen.

In Baselland stimmten 56 Prozent dafür. Ebenfalls ein Ja gab es zum neuen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF). Basel-Stadt sagt mit 53 Prozent Ja, Baselland mit 56 Prozent.