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Seinen Bruder darf er nicht mehr besuchen
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 16.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:10 Minuten.
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Besuchsverbot im Altersheim Den Bruder im Pflegeheim mit dem Alphorn grüssen

Besuchen darf Robert Blumer seinen Bruder nicht. Stattdessen spielt er ihm täglich ein Ständchen.

Der Kontakt zwischen Robert Blumer und seinem jüngeren Bruder war immer intensiv. Doch mit der Corona-Krise wurde auch dieser Kontakt abgeschnitten. Er darf seinen Bruder im Alters- und Pflegeheim Humanitas in Riehen nicht mehr besuchen, weil jeder Besuch den Corona-Virus einschleppen und damit all die Bewohnerinnen und Bewohner gefährden könnte. Robert Blumer suchte nach einem Weg, den Kontakt trotzdem nicht abbrechen zu lassen.

Die Situation für betagte Menschen sei besonders schwierig. «Singnachmittage und Tanzkurse fallen weg. Für meinen Bruder waren es auch die Spaziergänge mit seinem Rollator um den Häuserblock, die ihn freuten», sagt Blumer. Gerne hätte er seinen jüngeren Bruder auch im Café der Pflegesiedlung getroffen. Das sei jetzt aber alles nicht mehr möglich. Auch telefonieren sei krankheitsbedingt nur schwer möglich.

Dennoch möchte Robert Blumer ein Zeichen setzen. Jeden Abend nimmt er deshalb jetzt sein Alphorn und steht vor seine Wohnung, die unmittelbar neben der Alterssiedlung liegt. Dann spielt er ein paar Stücke für seinen Bruder, aber auch für seine Nachbarn und auch für sich selbst, sagt er. «Das Alphorn kann gut helfen, eine freudige Stimmung verbreiten und Trost spenden.»

Die Corona-Krise sei eine Zeit, in der Menschen physisch voneinander getrennt würden, meint Blumer weiter. «Schaut man aber genauer hin, so wachsen wir auch zusammen.» Mit seinem Abendgruss möchte er seinem jüngeren Bruder akustisch übermitteln, dass er nicht vergessen gehe.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Amina Moser  (Amina)
    Wahre Liebe, so auch Bruderliebe, findet ihren Weg durch alle Grenzen und Mauern hindurch.
    Einfach wunderschön, solche Berichte in so schweren Zeiten lesen zu dürfen, von Menschen, die ihren Liebsten Hoffnung schenken.