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Basel Baselland Beten vor dem Fliegen: EuroAirport eröffnet Meditationsraum

Der Basler EuroAirport eröffnet im Februar einen «Meditationsraum». Im schlichten, religiös neutral gehaltenen Raum sollen Fluggäste oder Flughafen-Angestellte einen Ort für ihre Andacht finden.

Wartehalle mit sitzenden Passagieren, durch die Scheibe ist ein Flugzeug der Swiss sichtbar.
Legende: Nicht geeignet für Meditation, Andacht oder Gebete: Wartehalle am EuroAirport. Juri Weiss

Unter den drei Schweizer Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel ist der EuroAirport bislang der einzige, an dem kein Gebetsraum existiert. «Das war ein Mangel», sagt die Flughafen-Sprecherin Vivienne Gaskell zum «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Allerdings seien die Wartefristen, die für ein Gebet genutzt werden können, am Basler EuroAirport vergleichsweise klein: «Der EuroAirport ist kein Umsteigeflughafen, das heisst, bei uns verbringen Passagiere etwas kürzere Wartezeiten», so Gaskell. Trotzdem: Der Wunsch nach einem Gebetsraum am Flughafen sei «legitim».

Die Idee für einen Gebetsraum am EuroAirport habe die «Basler Muslim Kommission» lanciert, wie ihr Sprecher Serhad Karatekin sagt. Die Vermittlung mit dem Flughafen hat dann das Interreligiöse Forum Basel (IRF) übernommen, eine Organisation, bei der sich verschiedenste religiöse Gemeinschaften der beiden Basel austauschen.

Dabei habe dem IRF immer ein religiös neutraler Raum vorgeschwebt, sagt IRF-Co-Präsident Peter Dietz: «Wir dachten von Beginn an einen Raum für alle, auch für Nicht-Religiöse.»

Religiös neutraler Raum

Im Einsteigebereich eröffnet der EuroAirport nun im Februar seinen neuen Gebetsraum - einen schlichten kleinen Raum mit einem neuen Teppich und ein paar Stühlen, frei von religiösen Symbolen, wie es beim Flughafen heisst.

Gleichzeitig fordert seit rund zwei Wochen die «Union Europäisch Türkischer Demokraten» (UETD) mit einer Unterschriftensammlung einen muslimischen Gebetsraum am EuroAirport, wie sie auf ihrer Webseite schreibt.

Wunsch nach muslimischem Gebetsraum

Ob der nun fertiggestellte Gebetsraum am Flughafen die Wünsche der UETD erfüllt oder ob die Organisation weiterhin einen spezifisch muslimischen Raum fordert, ist unklar; für eine Stellungnahme war trotz mehrfacher Nachfrage niemand von der UETD Schweiz zu erreichen.

Die UETD unterstützt nach eigenen Angaben die Integration von Türkinnen und Türken, die in europäischen Staaten leben. Die Organisation gilt als Ausland-Arm der türkischen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Erdogan; das Nachrichtenmagazin «Spiegel» bezeichnet die UETD als «AKP-Lobby-Verein».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Zekija Sasivari, St. Gallen
    Frauen kennen nicht Gebet ausrichten wenn Man hinter Frau steht, so kann sie nicht am Boden Beugung machen, das ist mehr so das die Menner nicht ablenken sollte bei Gebet, wir Frauen kennen das besser kontrollieren. Das wehre gut wenn wir Frauen beten kennen ohne das wir uns darum kümmern wie wir uns abriegeln wenn eine Moslemische Raum das und alles berücksichtigt hat Respekt für Glaubens- und Gewissensfreiheit der Europäische Menschenrechtskonvention die jedem Menschen gleichermaßen zustehen
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    1. Antwort von Michael Hunziker, 4456 tenniken
      Die Zwiesprache mit dem eigenen Gott - das, was wir Gebet nennen - ist nicht abhängig von Ort, Struktur und (von Menschen gemachten) Regeln.
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