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Widerstand gegen Hochwassschutz in Biel-Benken
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 19.08.2020.
abspielen. Laufzeit 06:02 Minuten.
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Biel-Benken Hochwasserschutz oder Ortsbildschutz - was ist wichtiger?

Ein Hochwasserschutzprojekt in Biel-Benken stösst in der Gemeinde auf Widerstand. Der Kanton will dennoch bauen.

Friedlich schlängelt sich der Birsig durch die Gemeinde Biel-Benken von Frankreich her Richtung Basel. Das Ufer ist bewachsen mit Sträuchern und Bäumen. So idyllisch präsentiert sich der Bach aber nicht immer. 2013 trat der Bach zuletzt über die Ufer und richtete grössere Schäden an.

Feuerwehr im Einsatz
Legende: bl.ch

Solche Bilder soll es in Zukunft nicht mehr geben. Deshalb plant der Kanton schon seit rund 20 Jahren, dem Bach in Biel-Benken wieder mehr Platz zu geben, um Überschwemmungen zu verhindern. Kostenpunkt: Rund elf Millionen Franken.

Das Projekt kommt in der betroffenen Gemeinde aber nicht gut an. Rund 130 Bewohnerinnen und Bewohner haben sich in der «IG Birsig» zusammengeschlossen und bekämpfen das Projekt des Kantons. Der Einschnitt in das Ortsbild sei zu gross, das Projekt zu wuchtig. Insbesondere die geplante Schutzmauer stösst auf Widerstand.

Visualisierung des Projekts mit Mauer
Legende: bl.ch, Visualisierung Kanton

«Dieses Projekt würde das Ortsbild total zerstören», sagt Christoph Jäggy, der als Präsident der IG Birsig den Widerstand anführt.

Unterstützung bekommt die Gruppe jetzt auch von offizieller Seite; die kantonale Denkmal- und Heimatschutzkommission schreibt in einem internen Protokoll, welches dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF vorliegt, von einem «erheblichen Eingriff in das Ortsbild» und kritisiert die Pläne als «völlig unverhältnismässig».

Jonas Woermann, Projektleiter beim Kanton, nimmt die Kritik von verschiedener Seite ernst. «Wir versuchen die Eingriffe zu minimieren», verspricht er. Man halte die Eingriffe in das Ortsbild so klein wie möglich und demonstriert dies anhand von Visualisierungen zum Beispiel bei dr Brücke an der Kirchgasse.

Bildvergleich

Regler nach links verschiebenRegler nach rechts verschieben
Legende:Kirchgassebrücke mit Blick in Richtung Neuwiller, die Brücke über den Birsig wird angehoben, Bäume verschwindenbl.ch

Für den Kanton ist jedoch klar: Hochwasserschutz geht vor Ortsbildschutz. Dies wird auch in einer Antwort der Regierung, Link öffnet in einem neuen Fenster auf einen Vorstoss aus dem Landrat deutlich.

Die IG Birsig lässt indes nicht locker. Ihren Unmut will sie spätestens an der nächsten Gemeindeversammlung im September kund tun. Dort stellt die IG den Antrag, das Projekt ganz zu versenken und dass die Gemeinde ein neues Projekt ausarbeitet.

Gemeindepräsident Peter Burch ist jedoch skeptisch: «Ich zweifle, ob es sich lohnt, noch mehr Geld in eine weitere Planung hineinzustecken. Aber ich lasse mich gerne überraschen, villeicht hat jemand eine Lösung.»

Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Nach dem Bergsturz in Randa (VS) fliesst die Mattervispa nach wie vor am Rande des Dorfs. Für Hochwassersituationen gibt es dann noch eine Tunnellösung. Wäre vielleicht eine gangbare Variante für Kanton und Gemeinde.