Binningen soll Gedenktafel für Bombenopfer erhalten

Vor rund 70 Jahren tobte in Europa der Zweite Weltkrieg. Auch die Region Basel wurde von Bombenabwürfen nicht verschont. In Binningen und Basel gab es dabei Tote. Nun wird die Forderung nach einer Gedenktafel für die Opfer wieder laut.

In der Region Basel wird derzeit an die Notlandung eines US-amerikanischen Bombers in Aesch gedacht. Am 14. Oktober 1943 - also genau vor 70 Jahren landete der B-17-Bomber auf einem Feld zwischen Aesch und Ettingen.

Ein Besatzungsmitglied der sogenannten «Fliegenden Festung» kam ums Leben. Am Montagnachmittag wurde deshalb in Aesch im Rahmen einer kleinen Zeremonie an diese denkwürdige Notlandung erinnert.

Tödlicher Irrtum

Während in Aesch ein Gedenkstein an das Manöver und an das Opfer von damals erinnert, fehlt ein solches Zeichen in Binningen. Im Vorort von Basel kamen bei einem Bombenangriff am 16. Dezember 1940 drei Menschen ums Leben. Abgeworfen hatte die tödliche Fracht ein britischer Bomber, dessen Besatzung meinte, man befinde sich über deutschem Gebiet. Getroffen wurden auch das Gundeli, hier starb eine Frau an den Folgen des versehentlichen Angriffs.

Patrick Schlenker, der ein Buch über die Bombenabwürfe in Binningen schreibt, brachte vor ein paar Jahren die Idee, dass in Binningen eine Gedenktafel eingeweiht werden soll. Die Idee wurde jedoch von der Gemeinde verworfen. Schlenker lässt jedoch nicht locker, wie er gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF sagte: «Ich werde einen neuen Versuch starten in zwei Jahren, 75 Jahre nach dem Bombenangriff.» Eine Zusage der Grundstückbesitzer am Höhenweg, wo die Bomben einschlugen, habe er schon.