Öffentliche Kritik unerwünscht Bischof Felix Gmür warnt Seelsorgerinnen und Seelsorger

Dass der Präsident des Landeskirchenrat Ivo Corvini zum Rücktritt aufgefordert wurde, das gehe gar nicht, sagt Felix Gmür.

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Bildlegende: Streiten ja, aber nicht in aller Öffentlichkeit, findet der Bischof von Basel, Felix Gmür. Keystone

Die Medienmitteilung der Seelsorgerinnen und Seelsorger «schädige den Ruf einzelner Personen und unserer Kirche», schreibt Felix Gmür in einem Brief. Konkret geht es um eine Pressemitteilung der so genannten Pastoralkonferenz, an dieser Konferenz treffen sich Angestellte der Kirche regelmässig.

Diese Konferenz habe den Konflikt in der Kirche wieder an die Öffentlichkeit gebracht. Vor allem zwei Passagen sind dem Bischof aufgestossen. Zum einen die Kritik an seinem Gesandten, dem Bischofsvikar, zum anderen die indirekte Aufforderung zum Rücktritt an die Adresse von Kirchenratspräsidenten Ivo Corvini.

«  Mandatsträger zum Rücktritt aufzufordern, geht gar nicht. »

Felix Gmür
Bischof von Basel

Er mahne zur Mässigung, schreibt Gmür. Die Kirche habe interne Orte zur Konfliktbewältigung. «Mandatsträger zum Rücktritt aufzufordern, geht gar nicht. Ich erwarte von den Mitgliedern der Pastoralkonferenz und ihren Verantwortungsträgern gebührende Zurückhaltung.»