Bürgerliche in Riehen sind uneins

Es gibt kein geschlossenes bürgerliches Bündnis im Kampf um das Riehener Gemeindepräsidium. SVP, CVP und FDP präsentieren mit Hansjörg Wilde einen eigenen Kandidaten. Die LDP schickt mit Thomas Strahm ebenfalls einen Kandidaten ins Rennen.

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Bildlegende: Der parteilose Hansjörg Wilde kandidiert in Riehen für das Gemeindepräsidium. zVg

Seit mehr als 40 Jahren stellt die Evangelische Volkspartei EVP den Gemeindepräsidenten in Riehen. Schon lange liebäugeln die Bürgerlichen mit diesem Amt. Nächstes Jahr würde sich eine gute Gelegenheit bieten: Der amtierende EVP-Gemeindepräsident Willi Fischer tritt zurück. Ausgerechnet jetzt sind die Bürgerlichen jedoch gespalten.

Auf der einen Seite sind SVP, FDP und CVP - sie präsentierten am Montag mit dem parteilosen Hansjörg Wilde einen gemeinsamen Kandidaten. Auf der anderen Seite stehen die Liberalen. Sie schicken mit Thomas Strahm einen eigenen Kandidaten ins Rennen.

Hansjörg Wilde will die Spaltung des bürgerlichen Lagers nicht überbewerten. Man hört es bei ihm aber heraus - er wünscht sich, dass die Liberalen nochmals über die Bücher gehen: «Es gibt durchaus noch Möglichkeiten, korrektiv einzugreifen. Der Ball ist jetzt bei den Liberalen», sagt Hansjörg Wilde gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Die Chancen, dass die Liberalen auf eine eigene Kandidatur verzichten, stehen jedoch nicht allzu gut. Thomas Strahm sagt, er sei von der Partei bereits als Kandidat nominiert. Zudem reagierten die Liberalen am Montag etwas irritiert, dass sie erst über die Medien von der Kandidatur der anderen bürgerlichen Parteien erfuhren.