Carl Miville bekommt den «Bebbi-Bryys»

Der Basler alt SP-Ständerat wird für seine Verdienste um den Baseldeutschen Dialekt ausgezeichnet.

Portrait von Carl Miville, er schaut in die Kamera. Im Hintergrund sieht man einen Ausschnitt eines gemalten, dunklen Bildes im goldigen Rahmen und am Bildrand einen Teil einer Vitrine mit Pokalen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Carl Miville bekommt den «Bebbi-Bryys» für seine Verdienste für den Dialekt. zvg

Der bald 93jährige Basler alt Ständerat Carl Miville erhält den sogenannten «Bebbi-Bryys», die jedes zweite Jahr verliehene Auszeichnung der Bürgergemeinde der Stadt Basel. Dies für seine Verdienste um den lokalen Dialekt, für den er sich nach Meinung der Preisgeber ein Leben lang eingesetzt habe.

Die Auszeichnung wurde im Stadthaus übergeben, die Laudatio hielt der Autor Beat Trachsel, der seine Worte unter das Motto «Carl Miville, der Kulturinteressierte» stellte.

Für einen unverfälschten Dialekt

Zur Begründung hatte die Bürgergemeinde im Vorfeld der Ehrung geschrieben, Carl Miville erhalte den Preis neben anderen Gründen auch dafür, dass er sich als Mitbegründer der IG Dialekt und im persönlichen Gespräch dafür eingesetzt habe, dass der Basler Dialekt nicht mit Ausdrücken und Redewendungen aus der Hochsprache durchsetzt werde. Stattdessen frage Carl Miville vielmehr, ob dieses bestimmte Wort oder der bestimmte Satz tatsächlich in den Basler Stadtdialekt gehöre.

Der «Bebbi-Bryys» wird alle zwei Jahre verliehen, Carl Miville ist nach George Gruntz, Clara Wilpert, Karl Odermatt, Erik Julliard sowie Mirjam Christ-Crain der sechste Preisträger, bzw. Preisträgerin.