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Diskussionen um den Basler Centralbahnplatz
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Centralbahnplatz Politiker fordern Marschhalt beim Basler Bahnhof SBB

Die Tramgleise und Perrons sollen erst saniert werden, wenn die Verkehrsführung grundsätzlich überdacht wurde.

Eigentlich befindet sich Urs Müller im politischen Ruhestand. Eigentlich. Denn dieser Tage hat sich der ehemalige Basta-Grossrat den Polit-Betrieb wieder einmal ordentlich durchgeschüttelt. Aufgeweckt haben Müller die Pläne des Basler Bau- und Verkehrsdepartements, welches ab März den Centralbahnplatz sanieren will. «Als ich erfahren habe, dass sie dort einfach nur die Schienen ersetzen wollen, habe ich mir gesagt, dass ich etwas unternehmen muss.»

Via «Basellandschaftliche Zeitung» hatte Müller am Montag seine eigenen Pläne , Link öffnet in einem neuen Fensterpräsentiert, wie man seiner Meinung nach das Tram-Durcheinander beim Bahnhof entflechten könnte. Wenn man schon 14 Millionen Franken für Gleis- und Perron-Sanierungen ausgebe, müsse man sich doch auch fragen, ob die jetzige Streckenführung wirklich der Weisheit letzter Schluss sei, sagt Müller. «Darüber wollte ich eine Diskussion anzetteln.» Und das ist ihm gelungen.

Vorstoss im Parlament

Mittlerweile hat nun Beat Leuthard, Basta-Grossrat, bereits eine Interpellation eingereicht. Er fordert von der Regierung einen «Baustopp» bis alle Ideen und Vorschläge rund um den Centralbahnplatz zu Ende gedacht seien. «Das ist eine Notaktion», sagt Leuthard. «Natürlich würde ich die Tramgleise gerne saniert sehen, aber wenn die Behörden an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeiplanen, dann müssen wir intervenieren.»

Unterstützung erhält Leuthard bis weit ins bürgerliche Lager. Andrea Knellwolf (CVP), André Auderset (LDP) und Joël Thüring (SVP) unterstützen alle die Idee eines Marschhalts. Knellwolf: «Der Platz ist höllisch gefährlich. Und wenn man ihn jetzt sowieso saniert, dann sollte man auch die Sicherheit verbessern.» Die Ideen, wie das geschehen soll, sind indessen sehr unterschiedlich. Müller wünscht sich eine andere Streckenführung, die Trams der Linie 1 und 8 sollen den Centralbahnplatz nicht mehr vor dem Haupteingang überqueren. Heiner Vischer (LDP) macht derweil den Vorschlag, man könne Fussgänger mit Lichtsignalen vor heranfahrenden Trams warnen.

Baudepartement sagt: Platz ist nicht gefährlich

Das Baudepartement will sich nur schriftlich zum geforderten Baustopp äussern. Einerseits sei der Centralbahnplatz heute gar nicht unsicher. Jährlich würden rund 22 Millionen Menschen den Platz passieren, Unfälle seien dabei die grosse Ausnahme. Andererseits sei eine Entflechtung der Tramlinien beim Baudepartement schon länger ein Thema. So gebe es Pläne, die Trams der Linie 8 künftig die Elisabethenstrasse hinabzuführen. Zur weiteren Entwicklung des Basler Tramnetzes werde sich die Regierung demnächst äussern.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Ich werde beim Überqueren dieses Platzes jedes mal aggressiv über soviel planerische Dummheit: es handelt sich bei diesem brandgefährlichen Platz nicht um eine durchdachte Verkehrsführung, sondern um das Produkt von überbezahlten "Experten", die nicht den leisesten Schimmer von Praxis haben.
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  • Kommentar von Bernhard Zwahlen  (B.Zwahlen)
    Und wie sieht es mit dem darunterliegenden Veloparking aus? Dort fällt einem vor Rost bald die ganze Decke auf den Kopf, wenn man schon die Gleise ersetzt, muss man meiner Meinung nach auch irgendwie überprüfen, von wo das Wasser, welches aus der Decke tropft, herkommt.
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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Nicht nur die Verlegung der Tramgleise ist zu überdenken, sondern Fussgängerstreifen die durch das Gewirr führen. Es ist doch wirklich inakzeptabel,dieses Durcheinander von Fussgängern und Tramschienen so zu akzeptieren.
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