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Alles andere als harmlos.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 28.07.2020.
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Crashtests So gefährlich sind E-Scooter und Cargobikes

Erste Crashtests in der Nähe von Biel zeigen: Ungefährlich sind die neuen Fahrzeuge nicht, vor allem nicht für Kinder.

Auf einem Testgelände in der Nähe von Biel untersuchten Techniker, was passiert, wenn ein Mann auf einem Trottinett mit 20 Kilometern pro Stunde ungebremst in einen Fussgänger fährt. Heikel war hier vor allem, dass die beiden mit den Köpfen zusammengestossen sind. Selbst wenn der Trotti-Fahrer dabei einen Helm getragen hätte, müsse man mit Verletzungen rechnen, sagt Unfallexperte Markus Muser. Der Fussgänger riskiere zudem noch Verletzungen am Knie, weil das Trottinett genau auf Höhe dieses Gelenks mit ihm zusammenprallen würde.

Fazit: Ein solcher Unfall wäre mit einem Velo- statt E-Scooter-Fahrer in etwa gleich schwer. Allerdings würden viele Fussgänger die Scooter wohl unterschätzen und nicht als gleich gefährlich wie Velofahrerinnen und Velofahrer wahrnehmen.

Gravierender waren die Folgen für Unfallbeteiligte beim zweiten Crashtest, den die Versicherung Bâloise in Auftrag gegeben hatte: Ein E-Cargobike mit angeschnallten Kindern fährt mit 25 Kilometern pro Stunde auf ein stehendes Auto. Die Kinder wären bei diesem Szenario Kopf voran in das Auto geprallt. Denn die Sicherheitsgurte der Kinder waren beim getesteten Cargo-Bike nur gerade mit einer Schraube montiert und rissen deshalb sofort beim Unfall. «Eine solche Befestigung bei einem Gurt habe ich vorher noch nie gesehen», sagt Muser, der seit dreissig Jahren auch Unfallexpertisen erstellt.

Fazit: Wer Kinder in einem Cargo-Bike transportieren will, sollte darauf achten, dass die Sicherheitsgurte zertifiziert sind. Ansonsten sind die Kinder bei einem Unfall nicht geschützt.

Wie gefährlich E-Scooters und E-Cargo-Bikes tatsächlich sind, lässt sich aus diesen Tests noch nicht ableiten. Dazu bräuchte es mehr Versuche und mehr ausgewertete Unfälle. Erste Hinweise auf Schwachstellen liefern die Tests aber allemal.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr

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