Cyberwelt in der Kaserne Basel

Mit dem Stück «Terra Nova» hat die Kaserne Basel am Mittwoch die Theatersaison eröffnet. Im Stück der belgischen Theaterguppe Crew tauchen die Zuschauer ein in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Theater ineinander überlaufen.

Menschen in Terra Nova Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Terra Nova ist eine Mischung aus Theater, Installation und Film. CREW/Bildcredit

Im Stück «Terra Nova» werden die Zuschauer zu Akteuren. Ausgerüstet mit Hightech- Kopfhörern werden die maximal 55 Zuschauer in fünf Gruppen geteilt. Höhepunkt des rund zweistündigen Stücks ist eine Videoinstallation. Jeder Teilnehmer erhält eine 3D-Brille, mit der er optisch von der Umwelt abgeschnitten wird und Teil des Films wird.

Reise mit einer Hightechbrille

Eine Frau mit langen dunklen Haaren und einem weissen Kittel fragt: «Is this your first immersion?» Ist das ihre erste Reise an die Grenzen ihres Bewusstseins? Als Zuschauer möchte man die Frage beantworten, denn man hat das Gefühl, man sei wirklich im selben Raum wie die Frau.

Noch intensiver wird dieses Gefühl, wenn Berührung ins Spiel kommt. Oder man wird auf einer Liege oder einem Stuhl herum geschoben, immer zeitgleich mit dem, was man durch die Videobrille zu sehen bekommt.

Die Videoinstallation ist nur ein Teil von «Terra Nova», aber mit Abstand der interessanteste. Der eigentliche Inhalt - es geht um Wissenschaft, Expeditionen und Experimente - rückt in den Hintergrund.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)