Das Basler Felix Platter-Spital bleibt stehen

Die Basler Regierung wollte ursprünglich alle heutigen Spitalgebäude abreissen und durch Wohnhäuser ersetzten. Dagegen legten Heimatschutz und Freiwillige Denkmalpflege Rekurs ein. Nun haben sich alle Beteiligten auf einen Kompromiss geeinigt: Das Hauptgebäude des Spitals bleibt stehen.

Felix Platter Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Umnutzung zu Wohnzwecken ist nun möglich. Juri Weiss

Heimatschutz, Regierung und Wohnbaugenossenschaften haben sich, was die Zukunft des Felix-Platter-Areals betrifft, einigen können. Konkret: Der Hauptbau aus den 1960er Jahren bleibt bestehen. Die Nebengebäude wie das Schwesterngebäude werden hingegen abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Der Heimatschutz wollte ursprünglich alle heutigen Spitalgebäude unter Schutz stellen. Dass nun lediglich der Hauptbau stehen bleibt, ist jedoch nicht mehr als ein Wermutropfen. Christof Wamister vom Heimatschutz findet jedenfalls: «Wir freuen uns sehr, dass das Hauptgebäude des Felix Platter-Spitals bestehen bleibt. Damit haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht.» Der Heimatschutz zieht deshalb auch seinen Rekurs zurück.

Genossenschaften sind zufrieden

Glücklich über den Kompromiss ist auch René Brigger von der Wohnbaugenossenschaft Nordwestschweiz: «Es ist eine sehr gute Lösung.» Er ist überzeugt, dass nun die Grundlage geschaffen sei, um die Arealentwicklung beim Felix Platter voran zu treiben. Die Genossenschaften können mit der Planung von neuen Wohnungen vorwärts machen.

Aber auch die Basler Regierung, die dritte Beteiligte, ist zufrieden mit der ausgehandelten Lösung. Sie verabschiedete Ende März 2015 ihre Arealstrategie. Damals beabsichtigte die Regierung noch, die bestehenden Gebäude abzureissen und durch Neubauten zu ersetzen, damit die Genossenschaften möglichst rasch auf leerem Gelände neue Wohnungen erstellen können.

Mit dem Kompromiss kann die Regierung aber deshalb gut leben, weil wie geplant rund 500 bis 550 neue Wohnungen entstehen sollen - und die Genossenschaften damit einverstanden sind. Läuft nun alles nach Plan, kann im Jahr 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)